Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

Ökonom warnt vor Comeback der Euro-Krise als Folge des US- Budgetstreits


Folge von US-Budgetstreit  

Ökonom fürchtet Comeback der Euro-Krise

07.10.2013, 16:49 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

 Ökonom warnt vor Comeback der Euro-Krise als Folge des US- Budgetstreits. Thomas Straubhaar sieht schwere Zeiten auf die Eurozone zukommen (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Thomas Straubhaar sieht schwere Zeiten auf die Eurozone zukommen (Quelle: imago/Reiner Zensen)

Düstere Aussichten für die europäische Wirtschaft: Dem Ökonomen Thomas Straubhaar zufolge könnte sich der US-Haushaltsstreit fatal auf die globale Konjunktur auswirken und die Euro-Krise wieder anheizen. Sorge bereiten ihm vor allem die schlimmstenfalls steigenden Zinsen für Staatsanleihen.

Ausfälle für gesamte Weltwirtschaft befürchtet

Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) sagte der "Welt", er erwarte, dass US-Präsident Barack Obama die Schuldenobergrenze brechen müsse, weil es keine Einigung zwischen Demokraten und Republikanern geben werde. "Dies wird dramatische Konsequenzen für die Finanzmärkte haben. In den USA wird es zu Nachfrageausfällen kommen, die sich dann auf die gesamte Weltwirtschaft übertragen", führte Straubhaar aus.

Im Sog steigender Zinsen für US-Schuldpapiere müssten auch Euro-Krisenländer Investoren mehr für die Aufnahme neuer Schulden bieten, wird er zitiert. "Alle Sparanstrengungen in Südeuropa würden konterkariert. Es bestünde die große Gefahr, dass die Euro-Krise zurückkehrt."

"Kongress spielt mit dem Feuer"

Auch US-Finanzminister Jacob Lew hat vor katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt, sollte das Schuldenlimit der USA nicht bis zum 17. Oktober erhöht werden. "Der Kongress spielt mit dem Feuer, wenn sie die Schuldengrenze nicht anheben", sagte Lew in einem Interview mit dem US-Sender "CNN". Wenn das Limit von derzeit 16,7 Billionen US-Dollar (12,4 Billionen Euro) nicht erhöht wird, kann das Land keine weiteren Schulden aufnehmen.

Die Ratingagentur Moody's hatte im Falle der Zahlungsunfähigkeit bereits vor "ernsthaften Konsequenzen" gewarnt. Sie bewertet die Kreditwürdigkeit der USA derzeit mit der Top-Note "AAA". Bereits jetzt hält die US-Regierung das Limit nur mit Haushaltstricks ein. Dieser Spielraum ist spätestens im November erschöpft, dann stehen Zinszahlungen in großem Stil an.

Andere Experten geben Entwarnung

Eine Mehrheit deutscher Top-Ökonomen rechnet der "Welt" zufolge dagegen kurzfristig nicht mit Belastungen aus dem US-Haushaltsstreit für die globale Konjunktur. "Ich erwarte, dass der Haushaltsstreit in den USA weder lang andauern noch die Zinsen der US-Staatsanleihen nachhaltig beeinflussen wird", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher.

Der Konflikt werde die US-Wirtschaft allenfalls "sehr leicht schwächen". Auch der Chef des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Clemens Fuest, äußerte sich zuversichtlich, "dass es im US-Haushaltsstreit zu einer Einigung kommt, bevor es größere Auswirkungen auf die Finanzmärkte gibt".

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Noch keine Einigung in Sicht

Demokraten und Republikaner schienen am Wochenende weit von einem Kompromiss entfernt. Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, sagte, eine Anhebung der Schuldenobergrenze komme nicht infrage ohne eine "ernsthaftes Gespräch" über die Gründe für die steigenden Schulden. Die Demokraten nannten es unverantwortlich, dass der politische Gegner die Zahlungsunfähigkeit der Regierung in Kauf nehme.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Anziehend weiblich - die neuen Kleider der Saison
bei BAUR
Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe