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Italien plant "Google-Steuer": Eine Milliarde Euro für die Staatskasse


Eine Milliarde Euro für die Staatskasse  

Italien plant "Google-Steuer"

05.11.2013, 11:54 Uhr | rtr

Italien plant "Google-Steuer": Eine Milliarde Euro für die Staatskasse. Bis zu einer Milliarde Euro im Jahr: Italien will mit "Google-Steuer" Staatssäckel füllen (Quelle: AFP)

Bis zu einer Milliarde Euro im Jahr: Italien will mit "Google-Steuer" Staatssäckel füllen (Quelle: AFP)

Nicht nur der Internetkonzern Google nutzt legale Steuertricks. Auch andere Internet-Multis wie Amazon oder Yahoo zahlen kaum Abgaben. Das soll sich jetzt ändern. Das klamme Italien will die Giganten stärker zur Kasse bitten. Dies sieht ein Steuervorhaben der Mitte-Links-Partei PD vor, die den größten Block in der Koalitionsregierung stellt. Demnach sollen Firmen in Italien künftig nur noch über eine im Land steuerlich angemeldete Agentur im Netz werben und verkaufen dürfen.

Die sogenannte "Google-Steuer" soll mindestens eine Milliarde Euro pro Jahr in die Staatskasse spülen. Es sei nicht akzeptabel, dass Online-Firmen in Italien erwirtschaftete Einnahmen zu niedrigen Sätzen im Ausland versteuerten, sagte der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Francesco Boccia.

Kaum Steuern trotz Milliardengewinnen

Zuletzt hatten Strategien von US-Konzernen wie Apple, Starbucks und Google zur Reduzierung der Steuerlast in Europa für Empörung gesorgt. Trotz Umsätzen in Milliardenhöhe zahlen die Firmen dank ausgefeilter Buchführung oft nur sehr niedrige Steuern. Dazu nutzen sie auch besondere Regeln etwa in den Niederlanden, Irland und Luxemburg. Die EU hatte daraufhin im September angekündigt, sich die Steuer-Gesetze dort und eventuell auch in anderen Ländern genauer anzusehen.

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In Italien hat es bereits mehrfach Vorschläge für ein schärferes Vorgehen gegen multinationale Firmen gegeben. Allerdings ist keiner der Pläne bislang Gesetz geworden. Kritiker nannten auch das jüngste Vorhaben wenig durchdacht.

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