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EZB-Direktor Asmussen verteidigt die Leitzinssenkung


Zu wenig Inflation  

EZB-Direktor Asmussen verteidigt die Leitzinssenkung

12.11.2013, 13:46 Uhr | AFP

EZB-Direktor Asmussen verteidigt die Leitzinssenkung. Für EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sind auch negative Zinsen kein Tabu (Quelle: imago images)

Für EZB-Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen sind auch negative Zinsen kein Tabu (Quelle: imago images)

Jörg Asmussen aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), hat die kürzliche Leitzinssenkung auf 0,25 Prozent verteidigt. "Ich würde nicht infrage stellen, dass es die Notwendigkeit gab zu handeln, um unser Ziel der Preisstabilität sicherzustellen", sagte Asmussen der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gegenwärtig liege die Inflation im Euroraum bei nur 0,7 Prozent - das bedeute eine Abweichung von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Zielwert von 2,0 Prozent.

Das Inflationsziel der EZB sei "symmetrisch", daher reagiere die Zentralbank auf Abweichungen nach oben wie nach unten, sagte Asmussen weiter. "Bei einer Abweichung nach oben um 1,3 Prozentpunkte hätten wir eine Inflationsrate von 3,3 Prozent - da würden wir auch geldpolitisch reagieren."

"Deutschland ist keine Insel"

Er habe Verständnis "für den Ärger der deutschen Sparer" angesichts der historisch niedrigen Zinsen, sagte Asmussen weiter. "Aber Deutschland ist keine Insel." Die Anlagenzinsen in Deutschland würden sich dann wieder erhöhen, wenn es dem Rest Europas besser gehe. "Je besser es den Peripheriestaaten geht, desto besser wird das für den deutschen Sparer sein."

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Das EZB-Direktoriumsmitglied schloss eine weitere Absenkung des Leitzinses nicht aus. "Je nachdem, wie sich die Inflation entwickelt, sind wir beim Zinssatz noch nicht am Ende unserer Möglichkeiten", sagte er der Zeitung. Bei Bedarf könne die EZB beim Einlagesatz für Geschäftskunden auch negativen werden. Das heißt, dass Kunden dann dafür bezahlen müssten, dass sie ihr Geld bei der EZB parken dürfen.

"Ich wäre mit einem solchen Schritt sehr vorsichtig, da er hohe Signalwirkung hätte, würde ihn aber grundsätzlich nicht ausschließen." Ferner sei es möglich, die Banken nicht länger zu verpflichten, eine Mindestreserve bei der EZB zu halten. "Das bringt den Banken Liquidität."

Asmussen will eine offenere EZB

Asmussen sprach sich erneut für eine Offenlegung des Abstimmungsverhaltens im EZB-Direktorium aus. "Nach Zinsentscheidungen müssten wir eine Zusammenfassung der Diskussion veröffentlichen", sagte er der Zeitung. Dabei sollte die EZB auch offenlegen, wer wofür gestimmt habe.

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