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Stärkster Rückgang seit 1960: Preise in Hellas fallen im Rekordtempo


Stärkster Rückgang seit 1960  

Preise in Hellas fallen im Rekordtempo

09.12.2013, 13:42 Uhr | rtr, t-online.de

Stärkster Rückgang seit 1960: Preise in Hellas fallen im Rekordtempo. Weil Griechenland noch lange nicht über den Rezessions-Berg ist, können Unternehmen keine höheren Preise durchsetzen (Quelle: Reuters)

Weil Griechenland noch lange nicht über den Rezessions-Berg ist, können Unternehmen keine höheren Preise durchsetzen (Quelle: Reuters)

Griechenland steckt in einer schweren Rezession - und die Preise in dem Krisenstaat fallen im Rekordtempo. Waren und Dienstleistungen verbilligten sich im November um durchschnittlich 2,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Einen stärkeren Rückgang hat es seit Beginn der Datenerhebung 1960 noch nicht gegeben, teilte das Statistikamt in Athen mit.

Krise drückt die Preise

Im Oktober hatte das Minus noch bei 2,0 Prozent gelegen. Grund für den Preisverfall ist die Wirtschaftskrise. Unternehmen und öffentlicher Dienst haben die Löhne gekürzt. Gleichzeitig ist die Arbeitslosenquote mit rund 27 Prozent so hoch wie noch nie.

Unternehmen können in diesem Umfeld kaum höhere Preise durchsetzen. Im Gegenteil: Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht davon aus, dass die Inflationsrate noch längere Zeit unter dem Durchschnittswert der Eurozone liegen wird. In der Währungsunion zogen die Preise zuletzt um 0,9 Prozent an.

Geringster BIP-Rückgang seit Jahren

Die griechische Wirtschaft steckt tief in der Rezession - auch wenn sich die Talfahrt in den Sommermonaten das vierte Quartal in Folge verlangsamte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im dritten Quartal um 3,0 Prozent zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt Elstat nun eine frühere Schätzung bestätigte. Dies war der geringste Rückgang seit drei Jahren.

Dem am schwersten von der Euro-Krise betroffenen Land wird aber 2014 ein kleines Comeback zugetraut: Das BIP soll dann erstmals seit sechs Jahren wieder wachsen, wenn auch nur um 0,6 Prozent. Das reicht nicht annähernd aus, um auch nur den in diesem Jahr erwarteten Einbruch von 4,0 Prozent auszugleichen.

Aufschwung erst für 2015 erwartet

"2015 dürfte die Erholung an Kraft gewinnen, wenn die Investitionen zum Motor der Belebung werden", erwartet die EU-Kommission, die dann mit einem Plus von 2,9 Prozent rechnet. Allerdings bleibt die Arbeitslosigkeit hoch. Sie soll im Jahr 2015 lediglich auf 24 Prozent sinken.

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