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Deutschland unter den Krisenherden der Zukunft?


"Potenzielle Pulverfässer"  

Deutschland ein Krisenherd der Zukunft?

13.02.2014, 16:13 Uhr | t-online.de -sia

Deutschland unter den Krisenherden der Zukunft?. Im Umfeld der kriselnden Euro-Länder wirkt Deutschland stark - die Industrieproduktion hat aber zuletzt schwache Daten vorgelegt (Quelle: dpa)

Im Umfeld der kriselnden Euro-Länder wirkt Deutschland stark - die Industrieproduktion hat aber zuletzt schwache Daten vorgelegt (Quelle: dpa)

Bislang galten Schwellenländer wie Argentinien, Brasilien, die Türkei, Indonesien und Indien als Hoffnungsträger der Weltwirtschaft. Derzeit sind ihre Währungen massiv abgesackt, weil Großinvestoren ihr Geld abgezogen haben. Staatskrisen könnten folgen. Einem Zeitungsbericht zufolge drohen Probleme jedoch von ganz anderer Seite. Zu den die globale Wirtschaft gefährdenden Risikoländern gehört demnach auch Deutschland.

Von wegen "Stütze Europas"

Das "Wall Street Journal" (WSJ) hat fünf große Ökonomien ausgemacht, die zu ernster Sorge Anlass geben: Frankreich, Großbritannien, Australien und Kanada. Deutschland beispielsweise, stets als Stütze Europas gelobt, wirke nur stark im Vergleich zu den schwächeren europäischen Nachbarn.

Zwar verbreitet der aktuelle Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung für die wirtschaftliche Entwicklung 2014 und 2015 Optimismus. Fakt ist aber, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr nur um 0,4 Prozent zugelegt hat. Das Wachstum lag damit deutlich unter dem Niveau von 2012 mit 0,7 Prozent.

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Schwache Zahlen vom Einzelhandel

Kritisch zu sehen ist laut "WSJ" etwa die Entwicklung im deutschen Einzelhandel. Im Dezember 2013 musste das Geschäftsfeld mit einem Minus von 2,4 Prozent eine der stärksten Umsatzeinbußen innerhalb der Euro-Staaten im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Im Gesamtjahr 2013 stieg der Umsatz real nur minimal um 0,1 Prozent.

Auch von der deutschen Industrie kamen zum Jahresende keine positiven Signale. Nach überraschend schwachen Auftragsdaten enttäuschten außerdem die Produktionszahlen für den Dezember 2013. Im Vergleich zum Vormonat fiel laut dem Wirtschaftsministerium die Gesamtproduktion um 0,6 Prozent.

Außenhandel schwächelte 2013

Zugleich hat zumindest 2013 der deutsche Außenhandel den Aufschwung gebremst. Erstmals seit der Wirtschaftskrise 2009 wurden im vergangenen Jahr wieder weniger Waren "made in Germany" ins Ausland verkauft. Die Exporte schrumpften dem Statistischen Bundesamt zufolge verglichen mit 2012 überraschend um 0,2 Prozent.

Weitere Risiken würden die alternde Bevölkerung, steigende Energiekosten und überregulierte Märkte bergen, heißt es im Bericht des "WSJ". Das könnte den Markt von Staatsanleihen ins Wanken bringen.

Frankreich droht neue Rezession

Auch Frankreich zählt laut dem Blatt zu den Krisenstaaten von morgen. Das Haushaltsdefizit der Grande Nation werde in diesem Jahr über die Marke von 95 Prozent des Bruttoinlandprodukts springen.

Zudem kletterte dem Arbeitsministerium in Paris zufolge die Zahl der Menschen ohne Job in Frankreich im Dezember auf einen neuen Rekord von 3,3 Millionen. Zum Vergleich: Frankreichs Arbeitslosenquote lag zuletzt bei rund elf Prozent, in Deutschland hingegen nur bei 5,2 Prozent.
Frankreichs Handelsbilanzdefizit in Höhe von 2,2 Prozent des BIP wertet die Zeitung ebenfalls als schlechtes Zeichen. Nach Ansicht von Ökonomen stellt Frankreich dringend notwendige Investitionen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit zurück, was die Wirtschaft bremst.

Briten drohen Währungsturbulenzen

Großbritannien hingegen sei trotz eines scheinbaren Booms anfällig für Währungsturbulenzen. Sowohl die Staatsverschuldung als auch die Immobilienpreise seien gestiegen, der Bankensektor aufgebläht. Mit einem Handelsbilanzdefizit von fast vier Prozent des BIP übertreffe das Land noch das Schwellenland Indonesien.

Die Situation in Australien sieht demnach ebenso fragil aus. Das Land lebe mit einer negativen Handelsbilanz von mehr als 3,5 Prozent über seine Verhältnisse, berichtet das "WSJ". Probleme könne dem Staat zusätzlich bereiten, wenn China als ein bedeutender Abnehmer australischer Rohstoffe seine Käufe reduziere, um sich etwa mehr dem Dienstleistungssektor zuzuwenden.

Kanada: Immobilienblase könnte platzen

Kanada wiederum habe - ohne Not - die Zinsen gesenkt. Das könne einen Immobilienboom auslösen. Bei einer möglichen Abkühlung der Wirtschaft werde diese Blase platzen, warnen die "WSJ"-Autoren. "Potenzielle Pulverfässer" der Zukunft in Hinblick auf eine nächste Wirtschaftskrise seien daher - wie schon 2008 - diese großen Volkswirtschaften.

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