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Milliarden-Gewinn: EZB verdient prächtig an der Euro-Rettung


Milliarden-Gewinn  

EZB verdient prächtig an der Euro-Rettung

21.02.2014, 20:07 Uhr | dpa , t-online.de , dpa-AFX

Milliarden-Gewinn: EZB verdient prächtig an der Euro-Rettung. Der glanzvolle Neubau der Europäischen Zentralbank im Frankfurt am Main. Ende 2014 sollen die Mitarbeiter einziehen können (Quelle: dpa)

Der glanzvolle Neubau der Europäischen Zentralbank im Frankfurt am Main. Ende 2014 sollen die Mitarbeiter einziehen können (Quelle: dpa)

Die Euro-Krise in Europa kennt viele Verlierer, etwa die Bürger in den südlichen Krisenländern. Für die Europäische Zentralbank (EZB) dagegen war das Chaos im vergangenen Jahr sehr lohnend: Vor allem die Zinsen aufgekaufter Staatsanleihen ließen die Gewinne sprudeln.

Das Plus sei von 995 Millionen im Jahr 2012 auf 1,4 Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr nach oben geklettert, teilte die EZB mit. Dass von dem Gewinn auch unter dem Strich so viel übrig blieb, liegt an deutlich geringer ausgefallenen Rückstellungen im vergangenen Jahr. Die entsprechende Risikovorsorge lag bei 400.000 Euro, nach rund 1,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Die Risikovorsorge wurde nicht wegen der Entspannung an den Finanzmärkten der Eurozone vermindert, sondern weil die EZB ihr Ziel bei der Risikovorsorge von 7,5 Milliarden Euro erreicht hat. Das Ziel könne jedoch jedoch jederzeit angepasst werden.

Zinsbringende Anlagen laufen aus

Der Überschuss in der Bilanz rührt vor allem von Zinseinnahmen aus dem Anleiheprogramm SMP, dass im September 2012 ausgelaufen ist. Das Programm wurde zur Stützung kriselnder Eurostaaten aufgelegt. Die Einnahmen gingen auf 962 Millionen Euro zurück (2012: 1,1 Milliarden Euro). Grund für den sinkenden Gewinn ist, dass immer mehr Anleihen ausgelaufen sind.

Alleine griechische Anleihen warfen Erträge in Höhe von 437 Millionen Euro ab. Unter dem aktuellen Anleihekaufprogramm OMT hat die EZB noch keine Papiere gekauft. Sollte dies so bleiben, dürften die Erträge aus dem Programm weiter sinken, da die EZB die Papiere auslaufen lässt.

Auch die Bundesbank profitiert

Fast der gesamte Überschuss (1,4 Milliarden Euro) wird an die nationalen Zentralbanken überwiesen. Auf die Bundesbank dürften davon entsprechend ihres Kapitalanteils an der EZB etwa 27 Prozent entfallen. Auswirkungen auf den Bundesbankgewinn lassen sich noch nicht abschätzen. Die Bundesbank legt bei Risikorückstellungen andere Kriterien an als die EZB.

Die Bundesbank hatte laut Finanzkreisen im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro erzielt. Anders als in den vergangenen drei Jahren werde sie den Erlös komplett an das Finanzministerium überweisen, hieß es. Von 2011 bis 2013 hatte die Bundesbank einen Großteil ihres Gewinns als Sicherheitspuffer selbst einbehalten. Die Gewinne aus den griechischen Anleihen sollen vom Finanzministerium an den griechischen Staat abgeführt werden.

Glänzend abgeschnitten hat 2013 auch EZB-Präsident Mario Draghi. Er verdiente im vergangenen Jahr 378.240 Euro. Er bekommt damit mehr als doppelt soviel wie sein Pendant bei der US-Notenbank Fed, Janet Yellen.

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