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Gesundheitswesen: Bürokratie macht Pflege teurer als nötig

Kostenexplosion  

Bürokratie macht Pflege teurer als nötig

04.02.2008, 18:16 Uhr | AFP / T-Online, t-online.de

Bürokratie macht Pflege teuer (Foto: dpa)Bürokratie macht Pflege teuer (Foto: dpa) Unnötig Zeit und zu viel Geld: Die überbordende Bürokratie machen die Pflege von Behinderten und Senioren deutlich teuer als notwendig. Jedes Jahr entfallen allein 6,4 Millionen Stunden nur auf Dokumentations- und Nachweispflichten - und fehlen damit zur Betreuung der Pflegebedürftigen.

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Missstände bei Bürokratie schon länger bekannt
Es ist ein Missstand, über den die Angestellten der Pflegebranche schon lange klagen: Nach einer Erhebung der Bertelsmann-Stiftung verbringen Menschen, die andere pflegen, insgesamt 6,4 Millionen Stunden im Jahr mit bürokratischen Aufgaben. So müssen zum Beispiel Eltern behinderter Kinder pro Person eine Arbeitswoche im Jahr für Bürokratie einplanen. Die Gesamtkosten dafür liegen der Studie zufolge bei 2,6 Millionen Euro.

Weitere Kosten befürchtet
Kritisch sind die Zahlen deshalb, weil sie die sowieso chronisch unterfinanzierte Pflege noch teurer machen. Dabei könnte durch weniger Bürokratie die Belastung um mehr als 20 Prozent sinken: Länger gültige Rezepte, ein zentrales Informationsportal und mehr Anlaufstellen könnten den Bürokratieaufwand für Eltern behinderter Kinder um 28 Prozent senken, errechnete die Stiftung. Der Studie zufolge gibt es bundesweit 162.000 schwerbehinderte Kinder.

Riesiges Einsparpotential
Auch der Aufwand für Angehörige der rund 1,2 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland könnte deutlich sinken - der Studie zufolge um 23 Prozent. Insgesamt koste die vom Staat auferlegte Bürokratie jährlich 13,6 Millionen Euro und dauert 36,6 Millionen Stunden im Jahr, schreibt die Bertelsmann-Stiftung. Ermittelt wurde unter anderem der Verwaltungsaufwand von Eltern behinderter Kinder und von Angehörigen pflegebedürftiger älterer Menschen. Der Studie lag das sogenannte Standardkostenmodell zugrunde, mit dem auch die Bürokratiebelastung von Unternehmen gemessen wird. Das Modell misst die vom Staat geforderten Dokumentations- und Nachweispflichten sowie den Zeit- und Geldaufwand.


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