Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Gesundheitsreform: Riesiges Beitragsminus bei Krankenkassen

Gesundheitssystem  

"Bild": Riesiges Beitragsminus bei Krankenkassen

27.04.2009, 11:41 Uhr | bab, dapd, dpa, t-online.de

Versicherungskarten und Geldscheine (Foto: Archiv)Versicherungskarten und Geldscheine (Foto: Archiv) Die gesetzlichen Krankenkassen müssen wegen der Wirtschaftskrise nach einem Bericht der "Bild" bis 2010 mit Beitragsausfällen von insgesamt 7,34 Milliarden Euro rechnen. Das gehe aus Schätzungen der Krankenkassen hervor, die der Zeitung vorliegen. Danach sorgt der erwartete Anstieg der Arbeitslosenzahlen 2009 für Einnahmeausfälle bei den Kassen von 2,89 Milliarden Euro und 2010 von 4,45 Milliarden Euro. Grundlage für die Berechnung ist das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsinstitute.

Wahltarife - Geld zurück für Krankenversicherte
Wahltarife 2009 - Gesetzliche Krankenkassen vergleichen
Quiz - Testen Sie Ihr Wissen über den Gesundheitsfonds

Deutliche Delle im Wachstum

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten vergangene Woche ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft um sechs Prozent in diesem Jahr vorhergesagt. Weil damit auch höhere Arbeitslosenzahlen einhergehen, sind milliardenschwere Beitragsausfälle so gut wie sicher. Wie hoch das Risiko genau ist, wird nach der offiziellen Wirtschaftsprognose der Bundesregierung neu berechnet. Diese will Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Mittwoch vorstellen.



Auch Schmidt prognostiziert Fehlbetrag

Auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnet wegen der Rezession mit erheblichen Mindereinnahmen. Wenn die Prognosen eintreten sollten, würden über drei Milliarden Euro weniger Beiträge fließen, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung". Konjunkturbedingte Beitragsausfälle würden vom Steuerzahler ausgeglichen. Allerdings müssen die Kassen diesen Zuschuss später zurückzahlen. Problematischer seien dagegen steigende Kosten etwa für Arzneimittel oder Ärztehonorare. Wenn die Kassen nicht mit dem aus dem Fonds überwiesenen Geld auskommen, müssen sie Zusatzbeiträge erheben.

Genaue Höhe soll nächste Woche geschätzt werden

Vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hieß es am Samstag: "Die Zahlen können wir nicht bestätigen." Erst wenn der GKV-Schätzerkreis Ende der kommenden Woche getagt habe, könne man die Auswirkungen der Rezession auf die Krankenversicherung genauer abschätzen, sagte Verbandssprecher Florian Lanz. Allerdings sei mit einem spürbaren Rückgang der Beitragszahlungen infolge der Krise zu rechnen.

Mehr Themen:
Gesundheitsausgaben - Anstieg um acht Milliarden Euro
Unterschiede trotz Einheitsbeitrag - Das bietet Ihre Krankenkasse

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal