Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Unwetter in Deutschland: Wer haftet für Schäden?

Unwetter  

Unwetter in Deutschland: Wer haftet für Schäden?

27.05.2009, 16:51 Uhr | oca, dpa-tmn , t-online.de

Für die meisten Unwetterschäden haftet die Wohngebäudeversicherung. Sie decke grundsätzlich Schäden an Häusern sowie je nach Vertrag auch Schäden an Gartenhäuschen, Garagen und Zäunen ab. Das erklärte Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg im Gespräch mit dem dpa-Themendienst. Sturm- und Hagelschäden an Autos würden von der Teilkaskoversicherung übernommen. Wurden bewegliche Gegenstände wie Möbel beschädigt, hafte die Hausratversicherung - aber nur, wenn sie sich im Haus befanden.

Quiz - Kennen Sie die skurrilsten Versicherungen?
Unwetter-Schäden - Wichtige Tipps für Versicherte

Schwere Schäden nach Unwetter

Unwetter hatten am Dienstag in Nord- und Süddeutschland zum Teil schwere Verwüstungen angerichtet. Hagelschlag und Orkanböen sorgten dabei allein in Baden-Württemberg für Millionenschäden.

Sturm muss mindestens Windstärke acht haben

Bei Sturmschäden am Haus bezahle die Wohngebäudeversicherung aber nur dann, wenn der Sturm mindestens Windstärke acht erreichte, erklärte Boss. Den Nachweis müsse der Versicherte erbringen. Die Expertin empfiehlt, dazu Zeitungsartikel über Schäden in der Region auszuschneiden und Schäden auch an Nachbarhäusern zu fotografieren. Denn bei einer bestimmten Schadenshäufigkeit sei von einer entsprechenden Windstärke auszugehen. Gegen eine Gebühr könne auch ein Gutachten beim Wetterdienst angefordert werden. Hagelschäden würden immer von der Versicherung übernommen.

Zusatzversicherung bei Photovoltaikanlagen notwendig

Ein Sonderfall sind Photovoltaikanlagen. Obwohl sie fest mit dem Haus verbunden sind, muss für sie laut Boss eine eigene Versicherung abgeschlossen werden. Manchmal sei es aber auch möglich, sie gegen einen Aufpreis in die Wohngebäudeversicherung aufnehmen zu lassen.

Schäden am Auto

Manche Unwetterschäden sind auch ein Fall für die Haftpflichtversicherung. "Wenn einem der Baum des Nachbarn aufs Auto fällt, nachdem man ihn mehrmals darauf hingewiesen hat, dass er morsch ist, muss seine Haftpflichtversicherung bezahlen", sagte Boss. Grundsätzlich sei jeder Versicherte verpflichtet, sein Haus ordnungsgemäß instand zu halten: "Wenn schon die kleinste Windbewegung ausreicht, die Dachplatten herunterzuwehen, muss die Versicherung nicht bezahlen."

Mehr Themen:
Unfallversicherung - Verletzungen sofort der Versicherung melden
Wohnen - Große Unterschiede bei Hausratversicherungen
Diebstahl - Fahrräder oft nicht mitversichert

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal