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Höhere Kassenbeiträge nach der Bundestagswahl?

Gesetzliche Krankenkassen  

Höhere Kassenbeiträge nach der Bundestagswahl?

26.06.2009, 16:24 Uhr | mfu, AFP, dapd, t-online.de

Gesetzlich Versicherten drohen 2010 höhere Kassenbeiträge (Quelle: imago images)Gesetzlich Versicherten drohen 2010 höhere Kassenbeiträge (Quelle: imago images) Die Wirtschaftskrise macht sich immer stärker bei den gesetzlichen Krankenkassen bemerkbar. Weil immer mehr Menschen arbeitslos werden, sinken die Einnahmen der Kassen. Doch noch ist unklar, wie groß die Auswirkungen der Rezession auf die Kassen sind. Geht es nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung, will die Regierung die Daten über die Folgen der Krise erst nach der Bundestagswahl veröffentlichen. Krankenkassen-Experte Bernd Raffelhüschen befürchtet eine Anhebung der Beiträge auf 15,5 Prozent.

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"Durchsichtige Terminplanung"

Wie die "Bild" berichtete, soll sich der sogenannte Schätzerkreis erst wenige Tage nach der Wahl am 27. September treffen. Das sei eine "durchsichtige Terminplanung", um das wahre Ausmaß der Krise zu verschleiern, sagte dazu laut "Bild" der gesundheitspolitische Sprecher der FDP, Daniel Bahr.

FDP-Experte rechnet mit Riesen-Defizit

Bahr äußerte die Erwartung, dass der Schätzerkreis für 2010 ein Defizit des Gesundheitsfonds von acht bis zehn Milliarden Euro ermitteln werde. Wie ungünstig sich die Finanzen der Kassen entwickeln, zeigt die jüngste Erklärung des Verbands der gesetzlichen Krankenkassen. Falls die Arbeitslosigkeit wie erwartet steige, werde der Fehlbetrag 2010 über den 2,9 Milliarden Euro von diesem Jahr liegen, erklärte der Verband.

Raffelhüschen erwartet Beitragserhöhung

Das Defizit werde noch in diesem Jahr ausgeglichen. Doch im nächsten Jahr drohen den Versicherten erhebliche Zusatzbeiträge. Mit einem deutlichen Anstieg der Kassenbeiträge aufgrund eines hohen Defizits rechnet auch der Freiburger Sozialexperte Bernd Raffelhüschen. "Unmittelbar nach der Wahl dürften die Diskussionen um Beitragserhöhungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung starten. Eine Anhebung des Satzes von dann 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent und mehr ist vorprogrammiert", sagte er der "Bild"-Zeitung.

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