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"Finanztest": Nur wenige gute Noten für Rechtsschutzversicherungen

"Finanztest"  

Nur wenige gute Noten für Rechtsschutzversicherungen

28.07.2009, 16:10 Uhr | bv, dpa-tmn, t-online.de

Rechtschutzversicherungen im Test - Nur wenige gute Noten (Quelle: imago images)Rechtschutzversicherungen im Test - Nur wenige gute Noten (Quelle: imago images) Viele Rechtschutzpolicen bieten den Versicherten nach Einschätzung der Stiftung Warentest nur mittelmäßige Bedingungen. In einer Untersuchung der Stiftung in Berlin erhielt kein einziger Anbieter die Note "sehr gut". Mit "gut" wurden sieben von 46 Angeboten bewertet, dreimal hieß das Fazit "ausreichend", so die Organisation in ihrer Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 8/2009). Der Rest erhielt ein "befriedigend".

Versicherungen teurer, Leistungen meist gleich

Im Vergleich zum vorangegangen Test aus dem Jahr 2006 waren die Versicherungen um rund ein Viertel teurer geworden - der Umfang der Leistungen habe sich aber kaum verändert, teilen die Warentester mit. Einen Rundumschutz gebe es bei Rechtsschutzpolicen ohnehin nicht: Bei Streit um Geldanlagen oder Scheidungs- und Unterhaltsprozessen übernehme fast niemand die Kosten. Für Fälle rund um Verkehrs- oder Mietrecht würden oft Einschränkungen gelten.

Schutz im Arbeitsrecht sinnvoll

Für arbeitsrechtliche Streitigkeiten sei der Schutz dagegen häufig ohne Lücken. Gibt es Streit mit dem Arbeitgeber, sei der Rechtsschutz sinnvoll. Rund um den Job hätten Privatleute die meisten rechtlichen Probleme. Und ohne Schutz könnten Angestellte mit wenig Geld leicht vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt werden, so "Finanztest". Denn vor dem Arbeitsgericht gelte die Regel, dass jede Partei ihre Kosten in der ersten Instanz selbst zahlt - egal wie der Streit ausgeht. In anderen Rechtsgebieten muss der Verlierer alles zahlen.

Einzelpolicen oft günstiger

Bevor Verbraucher ein Rechtsschutzpaket für mehrere Rechtsgebiete abschließen, sollten sie prüfen, ob eine Einzelpolice nicht ebenso ihren Bedarf deckt. Für Vielfahrer komme ein Verkehrsrechtsschutz infrage, Angestellte wählen unter Umständen den Arbeitsrechtsschutz. Von Mietrechts-Einzelpolicen raten die Experten aber ab: Einzeln sei der Schutz teuer, er werde erst im Paket mit anderen Leistungen wirklich erschwinglich. Sparen lasse sich auch durch einen Selbstbehalt: Für eine Selbstbeteiligung von 150 Euro im Schadensfall ließen sich zum Beispiel oft fast 100 Euro im Jahr sparen.

Nicht alle Anbieter durchgehend "gut"

Mit "gut" (Note 1,8 bis 2,4) bewertete "Finanztest" zwei Tarife der Rechtsschutz Union/Alte Leipziger sowie je einen von Auxilia, DAS, HDI-Gerling Roland und BGV Badische. Andere Tarife der gleichen Anbieter bekamen teils schlechtere Noten.

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