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Datenschutz-Affäre: Vertrauliche Versichertenakten im Abfallbehälter

Datenskandal  

Vertrauliche Versicherten-Daten im Abfallbehälter

05.08.2009, 12:21 Uhr | lgs, dpa, t-online.de

Vertrauliche Daten landeten in einem öffentlichen Mülleimer (Foto: imago)Vertrauliche Daten landeten in einem öffentlichen Mülleimer (Foto: imago) Streng vertrauliche Versicherungsakten sind in Aachen in einem offen zugänglichen Abfallbehälter gelandet. Passanten fanden in dem Container tausende Kundendaten der AachenMünchener Versicherung. In den Unterlagen standen nach Polizeiangaben von Mittwoch unter anderem Namen, Adressen und Bankverbindungen. Der Container habe unverschlossen auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes gestanden. Die Polizei stellte ihn sicher. Sie ermittelt wegen nicht sachgerechter Entsorgung sensibler Daten. Die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte und die Staatsanwaltschaft seien informiert. Das Unternehmen gab zunächst keine Stellungnahme ab.

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Deckel stand auf

Der Container stammte nach Polizeiangaben von einem Entsorgungsunternehmen. "Der war proppenvoll", sagte eine Polizeisprecherin. Der Deckel habe trotz vorhandenen Schlosses offengestanden. Nach ersten Erkenntnissen aus der Sichtung seien nur Unterlagen der AachenMünchener Versicherung in dem Container.



Daten sollten ordnungsgemäß entsorgt werden

Ein Sprecher der Versicherung teilte mit, dass die Unterlagen wegen eines Umzugs fachgerecht entsorgt werden sollten. Damit sei ein auf Geschäftsumzüge und Datenentsorgung spezialisiertes Unternehmen beauftragt worden. "Wir sind dabei, mit dem externen Dienstleister zu klären, wie es dazu kommen konnte, dass der Datenbehälter mit den Unterlagen am Dienstag weder bewacht noch ordnungsgemäß verschlossen war", sagte Unternehmenssprecher Andreas Krosta.

Hohes Bußgeld droht

Der Auftraggeber sei in einem solchen Fall verpflichtet, dem Entsorgungsunternehmen genaue Anweisungen für den Umgang mit den Akten zu geben, sagte die Sprecherin der nordrhein-westfälischen Datenschutzbeauftragten, Bettina Gayk der dpa. Bewusste Nachlässigkeit bei der Entsorgung von Akten mit sensiblen Daten könne zu einem Bußgeld von bis zu 250.000 Euro führen.


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