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Gerichtsurteil: Kein Versicherungsschutz für Sturmschäden an Markise

Sachversicherung  

Sturm zerstört Markise - Versicherung muss nicht zahlen

07.09.2009, 21:06 Uhr | AP - mmr, dapd, t-online.de

Wetterfeste Markisen vor Unwetter besser einholen (Foto: Bundesverband Rolladen+Sonnenschutz/ ddp)Wetterfeste Markisen vor Unwetter besser einholen (Foto: Bundesverband Rolladen+Sonnenschutz/ ddp) Wer seine Markise bei einem Sturm ausgefahren lässt, kann den Versicherungsschutz verlieren und auf den Kosten für Schäden sitzen bleiben. Jedermann müsse klar sein, dass bei Windstärke 8 auch eine moderne Markise zerstört werden könne, befand das Amtsgericht München in einem am Montag (07.09.09) veröffentlichten Urteil. Fährt der Versicherte seine Markise vor einem solchen Unwetter nicht ein, handelt er grob fahrlässig, und die Versicherung muss nicht zahlen.

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Gericht ist Wetterfestigkeit egal

Im konkreten Fall hatte ein 89-Jähriger die Markise während des Sturmtiefs "Ewald" im Mai 2007 nicht eingerollt. Der Wind richtete Schäden in Höhe von 1785 Euro an, die der Mann von seiner Versicherung erstattet haben wollte. Er habe auf die Wetterfestigkeit seiner Markise vertraut, argumentierte der Rentner in dem anschließenden Rechtsstreit. Dem folgte das Gericht aber nicht.



Nicht allein auf Makler verlassen

Aus dem Urteil geht zudem hervor, dass es nicht immer ausreicht, einen Schaden bei seinem Versicherungsmakler anzuzeigen. Meldet dieser ihn nicht unverzüglich an die Versicherung weiter, so ist dies ein Fehler, der zulasten des Versicherten geht. Der Makler und dessen Fehler seien dem Lager des Versicherten zuzurechnen und gingen zu dessen Lasten, entschied das Gericht.

Schaden unverzüglich der Versicherung melden

Die Versicherung hatte im konkreten Fall kritisiert, dass sie keine Gelegenheit gehabt habe, den Schaden zu begutachten. Der 89-Jährige hatte das Unglück zwar frühzeitig seinem Versicherungsmakler mitgeteilt, dieser hatte ihn aber erst im Oktober - fünf Monate nach dem Schaden - an die Versicherung gemeldet. Fotos reichten dem Urteil zufolge zur Dokumentation des Schadens nicht aus. Das Urteil ist nach Angaben des Gerichts inzwischen rechtskräftig. (Aktenzeichen: Amtsgericht München 112 C 31663/08)


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