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Krankenkassen: 200.000 Versicherte wechseln wegen Zusatzbeitrag

Gesetzliche Krankenkassen  

Zusatzbeitrag: 200.000 Versicherte wechseln ihre Kasse

22.03.2010, 12:50 Uhr | AFP, dpa

Wegen der Zusatzbeiträge haben laut einem Zeitungsbericht bislang knapp 200.000 gesetzliche Versicherte ihre Krankenversicherung gewechselt. Allein bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) seien rund 40.000 Kündigungen eingegangen, berichtete die "Bild"-Zeitung mit Berufung auf Kassenkreise. Davon profitieren die Kassen, die bislang keine Zusatzbeiträge erheben. Eine kleinen Betriebskasse konnte die Zahl ihrer Mitglieder sogar um 44 Prozent steigern.

Deutsche BKK verliert angeblich zehn Prozent der Mitglieder

Bei der Krankenkasse Deutsche BKK sollen rund 60.000 Mitglieder gekündigt haben, was einschließlich der mitversicherten Ehepartner und Kinder etwa 86.000 Versicherte weniger ausmache. Laut Informationen der Zeitung entspricht dies einem Mitgliederschwund von knapp zehn Prozent. Die DAK dürfte die Kündigungen dagegen eher verschmerzen können. Gegenwärtig verfügt diese Krankenkasse über fast fünf Millionen Mitglieder.

Über 40.000 neue Mitglieder für die BKK FTE

Von der Wechselwelle profitierte vor allem die BKK FTE in Wolfsburg. "Wir verzeichnen einen Zulauf von bisher fast 44.000 neuen Mitgliedern", bestätigte ein Sprecher dem Blatt. Dies bedeute ein Plus von fast 44 Prozent. Laut eigenen Angaben gewinnt die Kasse jeden Tag über 2000 neue Mitglieder. Die Barmer GEK hat demnach seit dem ersten Januar 2010 etwa 9000 neue Versicherte dazu gewonnen. Bei der Techniker Krankenkasse (TK) seien wiederum rund 60.000 neue Versicherte dazu gekommen. Diese Kasse ist die einzige unter den Schwergewichten der Branche, die bislang keine Zusatzbeiträge berechnet.

Elf Kassen erheben Zusatzbeiträge

Laut Bundesversicherungsamt haben bislang 13 Kassen Anträge auf Erhebung des Extra-Aufschlags gestellt, elf davon seien bereits bewilligt. Die Kassen können Zusatzbeiträge von zumeist acht Euro im Monat fordern, wenn sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Manche Kassen erheben aber auch bereits höhere Beiträge.

Weitere Krankenkassen dürften 2011 Zusatzbeiträge erheben

Experten gehen inzwischen davon aus, dass bis 2011 nahezu alle gesetzlichen Kassen Zusatzbeiträge fordern werden. Grund dafür ist das Milliarden-Finanzloch in den Kassen der Krankenversicherungen, das bis zu 2011 bis zu 15 Milliarden Euro ausmachen kann.

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