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Abfindung

26.05.2010, 12:02 Uhr | t-online.de, t-online.de

Eine Abfindung durchdringt ganz unterschiedliche Bereiche des beruflichen und privaten Lebens. Die Abfindung kommt sowohl im Privatrecht, wie auch im Aktien-, im Erb- oder im Sozialrecht zur Anwendung. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei einer Abfindung um eine Leistung, mit der noch offene Ansprüche - etwa an Arbeitgeber - abgegolten werden sollen. Die Leistung kann dabei aus verschiedenen Vermögenswerten (z.B. Dienstwagen) bestehen, wird aber in der Regel als Geldbetrag ausgezahlt.

Ihrem Wesen nach ist die Abfindung ein einmaliger Ausgleich, da der Grund für ihr Wirksamwerden nur einmalig vorliegt. Außerdem ist eine Abfindung rechtlich sehr eng mit dem Schadenersatz verwandt, unterscheidet sich aber hinsichtlich des Abfindungsgrundes, da kein Schaden vorliegt.

Arten der Abfindung

Die Gründe, die eine Abfindung rechtfertigen bzw. auslösen, sind sehr unterschiedlich. Sie erstrecken sich von Ansprüchen auf Unterhalt über Erbstreitigkeiten und einige Rentenarten bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes durch eine betriebsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber.

Die arbeitsrechtliche Abfindung

Viele Arbeitgeber vertreten die Ansicht, sie seien besonders großzügig, wenn sie einem (unverschuldet) entlassenen Mitarbeiter eine Abfindung zahlen, insbesondere, da es keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung gibt. In Wirklichkeit wollen sie oftmals nur eine Klage des Betroffenen gegen die Entlassung vermeiden und helfen dem mit einer Bonuszahlung namens Abfindung ein wenig nach. Eng verknüpft mit der Frage einer möglichen Abfindung sind Aspekte wie die Betriebsgröße (mehr als 5 Mitarbeiter), die Art der Kündigung (betriebsbedingt) oder die Einspruchsfrist für eine eventuelle Gegenklage des Betroffenen. Auch die Gewerkschaft muss zu den Themen Kündigung und Abfindung gehört werden. Wenn es sich bei der Abfindung eine einmalige Geldzahlung handelt, gelten genaue Bestimmungen, nach denen die Höhe dieser Einmalzahlung berechnet wird. Hierbei sind vor allem die letzte Lohn- oder Gehaltsgruppe sowie die Dauer des Arbeitsverhältnisses von Bedeutung. Ferner können auch die Steuerklasse, die Postleitzahl, das Bundesland oder die Kirchensteuer mit in die Berechnung einfließen.

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