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Naturkatastrophen: Welche Versicherungen Sie schützen

Wie Sie sich gegen Naturkatastrophen versichern

02.11.2010, 18:15 Uhr | cs, t-online.de

Naturkatastrophen: Welche Versicherungen Sie schützen. Naturkatastrophen - wie hier der Erdfall von Schmalkalden - sind nicht durch jede Versicherung abgedeckt (Foto: dpa)

Naturkatastrophen - wie hier der Erdfall von Schmalkalden - sind nicht durch jede Versicherung abgedeckt (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Naturkatastrophen erwischen Bürger meist auf dem falschen Fuß. Ob Hochwasser, Schlammlawine oder Erdfälle - überraschende Unglücksfälle vernichten mit ihrer oft verheerende Zerstörungskraft Hab und Gut von Betroffenen. Nicht selten stehen sie vor den Trümmern ihrer Existenz - und hoffen auf Entschädigung durch ihre Versicherung. Was die wenigsten wissen: Schäden durch Naturkatastrophen sind weder in der klassischen Hausrat- noch in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Die Wirtschaftsredaktion von t-online.de erklärt, welche Versicherung den Schaden trotzdem zahlt.

Elementarschadenversicherung bietet Schutz

Eine Naturkatastrophe lässt sich nicht vorhersehen. Deshalb kann es für viele Bürger sinnvoll sein, sich mit der richtigen Versicherung zumindest finanziell zu schützen. Weil weder Hausrat- noch Wohngebäudeversicherungen Schäden durch Naturgewalten zahlen, sollten die Bürger eine Elementarschadenversicherung abschließen, riet Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gegenüber t-online.de. Diese versichert etwa Schäden durch Überschwemmung, Erdbeben, Lawinen oder Erdrutsch und ist eine Ergänzung zur Wohngebäude- oder Hausratsversicherung. Lübke zufolge hat bislang erst rund ein Viertel der Bürger einen solchen Schutz.

Dabei ist es für die Geschädigten wichtig, wie der Schaden zustande gekommen ist. Denn wenn etwa der Boden absackt, weil Stollen von Bergwerken eingebrochen sind, muss der Verursacher haften. Die Versicherung zahlt dann nicht. Deshalb muss sich das Opfer direkt an den Verantwortlichen für das Unglück wenden und diesen zur Kasse bitten. Wird der Schaden dagegen durch Naturgewalten wie ein Erdbeben oder Hochwasser verursacht, zahlt die Elementarschadenversicherung.

Wohngebäudeversicherung schützt bei Unwettern

Dagegen haftet für die meisten Unwetterschäden an Immobilien die Wohngebäudeversicherung. Sie deckt Gebäudeschäden durch entwurzelte Bäume, abgerissene Schornsteine oder umgefallene Masten ab. Allerdings zahlt die Versicherung erst, wenn der Sturm mindestens Windstärke acht erreicht - denn erst dann sprechen Juristen von einem Sturm. Dringt Regen durch ein zerstörtes Fenster in die Wohnung ein und beschädigt Einrichtungsgegenstände, ist das ein Fall für die Hausratversicherung.

Schäden am Auto erstattet die Kaskoversicherung. Dabei deckt eine Teilkaskoversicherung lediglich Hochwasserschäden ab. Elementarschäden wie Erdrutsch, Lawinen oder Schneedruck übernimmt nur eine Vollkaskoversicherung. Ist eine Reparatur notwendig, übernimmt der Versicherer dann auch die Kosten. Bei einem Totalschaden wird der Wiederbeschaffungswert ersetzt, für den unter anderem Alter, Laufleistung und Ausstattung eines Autos maßgeblich sind.

Durchrechnen, ob Versicherung lohnt

In vielen Fällen kann eine Versicherung aber auch überflüssig sein. Denn meist ist das Risiko verschwindend gering, von einer Naturkatastrophe heimgesucht zu werden. Sie sollten deshalb durchrechnen, ob eine Zusatzversicherung in Ihrem Fall sinnvoll ist. Mit unserem Versicherungsvergleich können Sie die Tarife vieler Anbieter prüfen und das für Sie beste Angebot auswählen. Dabei hängt die Versicherungsprämie von der Lage der zu versichernden Immobilie ab. Liegt das Objekt etwa in einem hochwassergefährdeten Gebiet, sind die Beiträge dementsprechend höher. Hierbei wird die Gefährdungslage mit den Prämien verknüpft.

Schaden unverzüglich der Versicherung melden

Betroffene sollten ihrer Versicherung einen Schaden unverzüglich melden. Am besten, sie senden die Schadensmeldung per Einschreiben mit Rückschein. Damit sind Versicherte auf der sicheren Seite, dass ihre Benachrichtigung auch wirklich angekommen ist. Zur Dokumentierung sollten Fotos gemacht werden. Zudem ist eine Aufstellung aller beschädigten Gegenstände erforderlich. Am besten, Betroffene heben diese Dinge auf, damit ein Gutachter der Versicherung den Schaden prüfen kann. Nützlich können auch Rechnungen für die beschädigten Gegenstände sein, damit Versicherte den gezahlten Neupreis nachweisen können.

Wer nicht versichert ist, kann den Schaden möglicherweise bei der nächsten Steuererklärung geltend machen und dort Kosten für Reparaturen und Wiederbeschaffung als außerordentliche Belastungen absetzen.

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