Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

DAK Zusatzbeitrag 2011 - Infos zu den Zusatzbeiträgen

Krankenkassen  

DAK braucht wohl auch 2011 Zusatzbeiträge

04.11.2010, 16:16 Uhr | dpa, t-online.de - mmr, dpa, t-online.de

Gesundheit bleibt teuer. Deutschlands drittgrößte Krankenkasse verlangt wohl auch im kommenden Jahr trotz der Gesundheitsreform einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern. Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) werde aller Voraussicht nach auch in Zukunft von ihren 4,7 Millionen Versicherten Zusatzbeiträge verlangen, berichtet die "Frankfurter Rundschau" (FR) unter Berufung auf Informationen aus dem DAK-Verwaltungsrat. "Wir werden auch 2011 einen Zusatzbeitrag brauchen", zitiert das Blatt eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Offizielle Entscheidung Mitte Dezember

Die Bemühungen der schwarz-gelben Koalition, die Krankenkassen finanziell gesund aufzustellen, laufen damit zumindest teilweise ins Leere. Die DAK muss seit dem 1. Februar 2010 von ihren Mitgliedern 8 Euro zusätzlich verlangen, weil das Geld, das sie aus dem Gesundheitsfonds erhält, nicht für die Finanzierung aller Leistungen ausreicht. Offiziell ist die Entscheidung über den Zusatzbeitrag noch nicht. Den Haushalt für 2011 wird der Verwaltungsrat der Kasse erst Mitte Dezember verabschieden. Er muss dann noch vom Bundesversicherungsamt genehmigt werden.

Auch bei der BKK Gesundheit deutet vieles daraufhin, dass sie im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag benötigt, berichtet die "FR" weiter. Die Kasse warte zwar noch auf den Jahresschlussausgleich des Gesundheitsfonds. Wenn es dabei aber zu keinen überraschenden Einnahmen kommt, wird die Kasse nach Angaben einer Sprecherin den Zusatzbeitrag beibehalten. In diesem Jahr haben 15 Kassen einen Zusatzbeitrag erhoben.

Knapp 50 Kassen ohne Zusatzbeitrag

Im kommenden Jahr bilden Zusatzbeiträge jedoch eher eine Ausnahme in der gesetzlichen Krankenversicherung. Knapp 50 Kassen schlossen sie aus, darunter Schwergewichte wie die Techniker Krankenkasse. Etwa 30 weitere planen zumindest für 2011 keinen Zusatzbeitrag. Der Verzicht auf Zusatzbeiträge sollte den Krankenkassen gelingen, weil der allgemeine Beitrag von 14,9 auf 15,5 Prozent steigt. Der Essener Gesundheitsökonom Jürgen Wasem hatte gesagt: "Wenn ich als Krankenkasse viele Versicherte in teuren Regionen habe, wo es teure Krankenhäuser gibt, oder in einer Region, in der Ärzte teure Arzneimittel verordnen, kann es schon sein, dass ich Probleme habe, ohne Defizit davonzukommen."

Nach offizieller Schätzung steigen die Ausgaben der Kassen 2011 von 172,4 wohl auf 178,9 Milliarden Euro. Ihre Einnahmen steigen von 170,3 auf die für die Ausgaben benötigte Summe. Im laufenden Jahr müssen die Kassen 2,1 Milliarden alleine aufbringen - durch Zusatzbeiträge oder Anknabbern der Rücklagen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Wirtschaft
3D-Technik im OP

Den weltweit modernsten Hightech-Raum für OP-Planung findet man in Leipzig. zum Video


Anzeige
Perfekt modischer Auftritt bei jedem Geschäftstermin
zum klassisch-coolen Blazer
Anzeige
Ihr Geschenk: Amazon Echo Show 5™
smart abstauben: bei kobold.vorwerk.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal