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Gesetzliche Krankenversicherung: Reformen ermöglichen ausgeglichene Bilanz

Krankenkassen steuern auf schwarze Null zu

25.01.2011, 08:49 Uhr | dpa, t-online.de, dpa

Gute Nachrichten von den Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV): Die aktuellen Reformen des Gesundheitssystem scheinen zu greifen und ermöglichen den Kassen eine ausgeglichene Bilanz. Sie steuern trotz steigender Ausgaben 2011 auf eine schwarze Null zu. Dies meldete der Schätzerkreis von Bund und Kassen am Vorabend. Einziger Wermutstropfen: die vielen Millionen gesetzlich Versicherten zahlen deutlich höhere Beiträge.

Gesundheitsfonds kann Reserve aufstocken

Laut den aktuellen Berechnungen kann der Gesundheitsfonds als Beitragssammel- und Verteilstelle in diesem Jahr mit Einnahmen von 181,6 Milliarden Euro rechnen. Das sind rund 500 Millionen Euro mehr als bislang erwartet. Mit den Mehreinnahmen kann der Fonds seine eiserne Reserve aufstocken. Aus dieser Liquiditätsreserve sollen von 2012 bis 2014 der mit der jüngsten Gesundheitsreform beschlossene Sozialausgleich für Bedürftige und die Zusatzbeiträge für Hartz-IV-Empfänger bezahlt werden.

Die Bundesregierung hatte den GKV-Beitragssatz von 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent zum Jahresanfang deutlich erhöht. Dabei stieg der Arbeitgeberanteil lediglich von 7 auf 7,3 Prozent und wurde auf diesem Niveau festgeschrieben. Damit sollen alle künftigen Kostensteigerungen von den Versicherten durch Zusatzbeiträge finanziert werden.

Bislang reichen die Mehreinnahmen aber aus. So wird der Gesundheitsfonds von seinen Einnahmen voraussichtlich 178,9 Milliarden Euro an die Kassen weiterleiten. Da diese laut den aktuellen Schätzungen in diesem Jahr 178,7 Milliarden Euro ausgeben werden, bleibt unterm Strich ein kleiner Überschuss. Der Grund dafür liegt in der Konjunkturerholung und der Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes um 0,6 Punkte auf 15,5 Prozent zu Jahresbeginn.

Zahlen für 2010 korrigiert

Für das vergangene Jahr korrigierten die Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesversicherungsamtes und des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung ihre Zahlen nach oben. Danach fielen die Einnahmen des Gesundheitsfonds mit 173,9 Milliarden Euro um etwa 300 Millionen Euro besser aus als bisher angenommen. An die Kassen weitergeleitet wurden 170,3 Milliarden Euro. Dies reichte nicht aus, um deren Ausgaben von zusammen 172,1 Milliarden Euro zu decken. Um nicht in die roten Zahlen zu rutschen, mussten einige Kassen daher Zusatzbeiträge erheben.

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