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Vereinigte IKK: IKK classic erklärt sich zu Fusion bereit

Krankenkassen  

IKK classic erklärt sich zu Fusion bereit

18.05.2011, 07:21 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa, dpa-AFX

Vereinigte IKK: IKK classic erklärt sich zu Fusion bereit. Die Vereinigte IKK fusioniert mit der IKK classic (Quelle: Vereinigte IKK)

Die Vereinigte IKK fusioniert mit der IKK classic (Quelle: Vereinigte IKK)

Finanzprobleme machen den Krankenkassen in Deutschland zu schaffen. Nun hat sich die größte deutsche Innungskrankenkasse IKK classic zu einer Fusion mit der angeschlagenen Nummer zwei, der Vereinigten IKK, bereiterklärt. Dies beschloss der Verwaltungsrat der IKK classic laut einer Mitteilung in Nürnberg. Die Kasse zählt derzeit rund 1,9 Millionen Versicherte, die Vereinigte IKK rund 1,6 Millionen. Bei einer Fusion entstünde nach Angaben eines Sprechers die fünftgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland.

Kein Zusatzbeitrag

Hintergrund ist die schwierige Finanzlage der Vereinigten IKK. Sie hatte vergangene Woche rückwirkend die Erhebung eines Zusatzbeitrages von acht Euro beschlossen. Die IKK classic stellte allerdings Bedingung für eine Fusion, etwa bei der finanziellen Konsolidierung und der Führungsstruktur nach einer Fusion. "Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Vereinigte IKK von der Erhebung eines Zusatzbeitrags absieht", hieß es in der Mitteilung. Der Vorstandsvorsitzende der IKK classic, Gerd Ludwig, bekräftigte, dass eine fusionierte IKK bis 2013 keinen Zusatzbeitrag benötige.

Fusionspläne sind nicht neu

Pläne für eine Fusion der beiden Kassen hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben. Sie waren aber zwischenzeitlich fallengelassen worden. Gespräche über Finanzhilfen und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Kassen laufen bereits seit längerem. Die Vereinigte IKK war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Vereinigte IKK mit Sitz in Düsseldorf war im Juli 2010 aus der Signal Iduna IKK und der IKK Nordrhein entstanden. Die IKK classic mit Sitz in Dresden wurde im Januar 2010 aus den vier IKK Baden-Württemberg/Hessen, Hamburg, Sachsen und Thüringen gebildet.

Krankenkassen in der Klemme

In der vergangenen Woche musste bereits die City BKK wegen akuter Finanzprobleme ihre Schließung bekanntgeben. Die City BKK galt seit Jahren als Sanierungsfall. Die einstige BKK Berlin des Landes hatte versucht, sich durch mehrere Fusionen mit anderen Betriebskrankenkassen zu stabilisieren - allerdings ohne Erfolg. Wegen ihrer Finanzprobleme musste sie einen Zusatzbeitrag von 15 Euro monatlich nehmen. Deshalb liefen ihr zuletzt die Mitglieder davon.

Auch die BKK Heilberufe hatte zuletzt händeringend nach einem Fusionspartner gesucht. Falls sich bis Ende Mai niemand finde, der die BKK Heilberufe mitsamt ihren knapp 130.000 Versicherten übernehmen will, droht der Kasse in den kommenden Monaten die Zahlungsunfähigkeit.

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