Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Pflegeversicherung mit hohen Überschüssen

Pflegeversicherung mit unerwartet hohen Überschüssen

27.02.2012, 10:19 Uhr | dpa-AFX,dpa, dpa , dpa-AFX

Pflegeversicherung mit hohen Überschüssen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (Quelle: dapd)

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (Quelle: dapd)

Nach der gesetzlichen Krankenversicherung verzeichnet auch die Pflegeversicherung nach Worten von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hohe Überschüsse. "Zum Jahresende 2011 hat sich der Mittelbestand noch einmal um 300 Millionen Euro erhöht", sagte der Minister der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Finanzen bis 2015 stabil

"Ursprünglich hatten wir damit gerechnet, dass wir 2014 über höhere Beiträge diskutieren müssen. Jetzt können wir davon ausgehen, dass die Finanzen mindestens bis ins Jahr 2015 stabil sind." Grund seien unerwartete Mehreinnahmen durch die gute Konjunktur.

Kritik an Arbeitgeberverbänden

Der Minister kritisierte vor diesem Hintergrund die Arbeitgeberverbände, deren Präsident Dieter Hundt sich gegen die geplanten Zusatzleistungen für Demenzkranke zur Wehr setzt. "Herr Hundt unterschätzt, was Demenz für den Zusammenhalt in der Gesellschaft bedeutet", sagte Bahr weiter. "Das ist sehr kurzfristig und noch nicht einmal betriebswirtschaftlich gedacht. Was kostet es, wenn Beschäftigte nicht mehr zur Arbeit gehen und Mutter oder Vater pflegen, weil es kein Geld aus der Pflegeversicherung gibt?"

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände wies die Kritik zurück. "Wer höhere Leistungen für Demenzkranke will, muss auch sagen, wie sie dauerhaft zu finanzieren sind. Das kann das Bundesgesundheitsministerium bislang nicht", erklärte ein Sprecher. Nach dem Gesetzentwurf und den Berechnungen könnten die geplanten höheren Leistungen trotz Anhebung des Beitragssatzes gerade einmal für drei Jahre finanziert werden.

Mehr Geld für Demenzkranke

Mit der nun zunächst geplanten Pflegereform der schwarz-gelben Koalition soll der Beitrag zum 1. Januar 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent steigen. Durch die so gewonnenen Mehreinnahmen von 1,1 Milliarden Euro sollen vor allem eine halbe Million Demenzkranke zwischen 70 und 215 Euro mehr pro Monat bekommen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal