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Geschäftsmodell der PKV gescheitert

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Geschäftsmodell der PKV gescheitert

28.03.2012, 14:58 Uhr | dpa

Geschäftsmodell der PKV gescheitert . AOK-Chef Jürgen Graalmann (Quelle: dapd)

AOK-Chef Jürgen Graalmann (Quelle: dapd)

Die private Krankenversicherung (PKV) kommt immer mehr ins Gerede. Der oberste CDU-Gesundheitsexperte im Bundestag, Jens Spahn, findet die Trennung zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nicht mehr zeitgemäß. Im Fall eines Wahlsiegs von SPD und Grünen bei der nächsten Bundestagswahl brächen für die PKV ohnehin schwere Zeiten an. Der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann, fordert gleiche Bedingungen für die Kassen.

Versicherer bekommen Krise nicht in den Griff

AOK-Chef Jürgen Graalmann hat die Politik aufgefordert, die private Krankenversicherung in ihrer heutigen Form nicht künstlich am Leben zu erhalten. "Die Lage der PKV ist ganz offensichtlich bedrohlich", sagte der Vorsitzende des AOK-Bundesverbands.

"So wie es aussieht, bekommen die Versicherer diese Krise nicht selbst unter Kontrolle", sagte Graalmann. Ein einheitlicher Versicherungsmarkt sei die logische Konsequenz. Die Politik solle dabei auf einen Ausgleich für die PKV-Unternehmen verzichten. "Wenn das heutige Geschäftsmodell der PKV gescheitert ist, darf es keine politischen Kompensationsgeschäfte geben", forderte der Vorsitzende.

Vor einem Wettbewerb um die besten Vertragsangebote sei der AOK nicht bange, im Gegenteil, wie Graalmann angriffslustig betonte. Dazu gehöre dann auch, dass die Risikoselektion von gesunden Versicherten endlich in der Versenkung verschwindet.

Versicherte in finanziellen Nöten

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen will mit Forderungen angesichts von Kostensteigerungen bei der PKV in die Öffentlichkeit gehen. "Massive Tarifsteigerungen einiger privater Krankenversicherer zum Jahreswechsel haben etliche Versicherte in finanzielle Nöte geführt", meint der Verband. "Zudem versuchen Versicherer, mit verschiedenen Taktiken die gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten zur Beitragsentlastung und zum Tarifwechsel zu unterlaufen", so die Verbraucherzentralen.

Zuletzt hatte der CDU-Gesundheitsexperte im Bundestag, Jens Spahn, mit der Äußerung für Aufsehen gesorgt, er halte die Trennung von PKV und GKV für nicht mehr zeitgemäß.

Echo der Empörung

Derweil hat der AOK-Chef mit seinen Äußerungen über ein mögliches Ende der privaten Krankenversicherung (PKV) teils scharfe Angriffe von Versicherern, Arbeitgebern und FDP auf sich gezogen. "Wider besseres Wissen erfindet Herr Graalmann ein Horrorszenario, das durch nichts belegt ist", sagte PKV-Verbandsdirektor Volker Leienbach. "Dass der Repräsentant einer privilegierten öffentlich-rechtlichen Körperschaft wie der AOK wahrheitswidrig einen privatwirtschaftlichen Wettbewerber schlechtredet, ist eine üble Entgleisung."

AOK-Aufsichtsratschef distanziert sich

Der FDP-Gesundheitsexperte Heinz Lanfermann sagte: "Einen ganzen Wirtschaftszweig als bedroht hinzustellen, halte ich für unseriös." Der Aufsichtsratschef des AOK-Verbands und Sozialexperte der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Volker Hansen, distanzierte sich von den Aussagen Graalmanns: "Das ist nicht die Forderung des Aufsichtsrats des AOK-Bundesverbandes und (...) in keiner Weise mit dem Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes rückgekoppelt, geschweige denn abgestimmt." Die PKV sei unverzichtbarer im Gesundheitswesen.

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