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Gesundheitskosten 2011: 3590 Euro für jeden Versicherten

3590 Euro für jeden Bürger: Was die Gesundheit kostet

04.04.2013, 15:48 Uhr | dpa-AFX , AFP , t-online.de

Gesundheitskosten 2011: 3590 Euro für jeden Versicherten. Jeder zehnte Euro wird in Deutschland für die Gesundheit ausgegeben (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder zehnte Euro wird in Deutschland für die Gesundheit ausgegeben (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie viel Deutschland das Wohlbefinden wert ist, zeigen eindrucksvoll mehrere Statistiken: So entfielen 2011 auf jeden Bürger durchschnittlich 3590 Euro Gesundheitskosten. Insgesamt waren es 294 Milliarden Euro - demnach fließt jeder zehnte Euro, der in Deutschland ausgegeben wird, in das Gesundheitswesen. Diese Zahlen meldet das Statistische Bundesamt zum Weltgesundheitstag am 7. April.

Die Gesamtausgaben lagen zwar knapp zwei Prozent höher als im Jahr davor, wie die Statistiker berichteten. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt aber ging der Anteil zurück: 2011 machten die Gesundheitsausgaben 11,3 Prozent aus. In den beiden Vorjahren waren es noch 11,5 und 11,8 Prozent.

Wirtschaft wächst schneller als Gesundheitssektor

Ursache dafür ist laut Statistischem Bundesamt das relativ starke Wirtschaftswachstum der vergangenen beiden Jahre. Demgegenüber habe sich das Wachstum der Gesundheitsausgaben verlangsamt, das im vergangenen Jahrzehnt noch durchschnittlich bei 3,1 Prozent gelegen habe. Der Vergleich mit früheren Jahren zeigt, wie die Ausgaben steigen: Im Jahr 2000 lagen sie bei 2590 Euro je Einwohner und 1995 sogar nur bei umgerechnet 1970 Euro.

Gesetzliche Krankenkassen tragen den Löwenanteil

Den größten Brocken der Kosten, nämlich 57 Prozent, trug 2011 die gesetzliche Krankenversicherung mit Ausgaben von 169 Milliarden Euro. Die Ausgaben von privaten Haushalten und nichtgewerbliche Organisationen steuerten 40 Milliarden Euro oder 14 Prozent der Gesamtsumme bei, fast drei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil der privaten Krankenversicherung - 28 Milliarden Euro oder neun Prozent der Ausgaben - stieg mit 3,5 Prozent am deutlichsten.

Stationäre Kosten deutlich höher

Erheblich gestiegen sind die Ausgaben im teilstationären und stationären Bereich, also bei Krankenhäusern, Pflege- und Rehaeinrichtungen. Mit 107 Milliarden Euro wurden 2011 dort 3,2 Prozent mehr aufgewendet als im Vorjahr.

Weniger stark, nur um 1,4 Prozent, stiegen den Statistikern zufolge die Ausgaben im ambulanten Bereich. Dies ist laut Bundesamt vor allem auf den starken Rückgang der Ausgaben in Apotheken zurückzuführen. Die Ausgaben sanken hier wegen neuer Gesetzesregelungen um mehr als eine Milliarde Euro oder 2,7 Prozent auf knapp 40 Milliarden Euro.

Januar 2013 hat die Kosten steigen lassen

Erst vor Kurzem hatte eine andere Statistik belegt, dass im Januar die Ausgaben für Arzneimittel deutlich gestiegen sind. Experten sahen als Ursache die seit 2013 abgeschaffte Praxisgebühr, die viele Bürger zum Warten veranlasst habe. Kassenvertreter warnten vor einer möglichen Kostenexplosion in diesem Jahr, andererseits sind die Kassen finanziell derzeit gut gepolstert: Aufgrund der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und moderater Ausgaben sitzen sie laut Schätzungen auf Reserven von rund 30 Milliarden Euro.

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