Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Zweitwohnung bis Fahrtkosten: Steuer-Änderungen zum Jahreswechsel

Zweitwohnung bis Fahrtkosten  

Diese Änderungen kommen 2014 auf Steuerzahler zu

05.12.2013, 14:06 Uhr | dpa-tmn, dpa-AFX, t-online.de

Zweitwohnung bis Fahrtkosten: Steuer-Änderungen zum Jahreswechsel. Wer dienstlich viel reist oder an mehreren Firmen-Standorten arbeitet, bekommt ab 2014 ein paar Erleichterungen (Quelle: dpa)

Wer dienstlich viel reist oder an mehreren Firmen-Standorten arbeitet, bekommt ab 2014 ein paar Erleichterungen (Quelle: dpa)

Jeder Jahresbeginn geht einher mit neuen Regeln und Vorschriften - 2014 macht da keine Ausnahme. Der Hintergrund von t-online.de zeigt, welche Änderungen zum Jahreswechsel für Steuerzahler wichtig sind.

Zweitwohnung: Die Kosten für eine Zweitwohnung am Arbeitsplatz können bald vereinfacht steuerlich geltend gemacht werden. Bisher orientiert sich das Finanzamt an den Kosten für eine 60 Quadratmeter große Wohnung mit durchschnittlicher ortsüblicher Miete, erklärt die Bundessteuerberaterkammer. Ab 2014 können die tatsächlichen Aufwendungen für eine zusätzliche Unterkunft bis zu einem Höchstbetrag von 1000 Euro im Monat angegeben werden.

Freibetrag bei der Steuer steigt geringfügig

Grundfreibetrag: Arbeitnehmer werden geringfügig entlastet. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt für Ledige von 8130 auf 8354 Euro, bei Zusammenveranlagung auf 16.708 Euro. Spätestens 2014 ist auch eine Erhöhung des Kinderfreibetrags nötig. Nach dem jüngsten, vor einem Jahr verabschiedeten Existenzminimumbericht müsste er 2014 von derzeit jährlich 4368 auf 4440 Euro steigen. Davon profitieren vor allem höhere Einkommen. Das muss der Gesetzgeber aber noch regeln. Normalerweise steigt dann auch das Kindergeld.

Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Stellenangebote

Wählen Sie die gewünschte Branche aus:


Mehrere Arbeitsorte besser absetzbar

Regelmäßige Arbeitsstätte:

Die Pendlerpauschale ist künftig eindeutiger definiert. Während das Finanzamt bislang die "regelmäßige Arbeitsstätte" als Bezugspunkt für die Berechnung der Entfernungspauschale angesetzt hat, wird dies ab Januar 2014 an der "ersten Tätigkeitsstätte" festgemacht.

Das ist vor allem für Arbeitnehmer interessant, die an mehreren Standorten ihres Unternehmens tätig sind. Für den Weg zur ersten Arbeitsstelle gilt die Pauschale. Wer von seiner Wohnung zu den anderen Einsatzorten fährt, kann jede dieser Strecken mit 30 Cent pro Kilometer ansetzen - das sind sehr viel höhere Beträge als bislang.

Betroffene sollten daher mit ihrem Arbeitgeber klären, welcher ihr erster Einsatzort ist. Die "erste Tätigkeitsstätte" muss nur eine ortsfeste Einrichtung sein, der der Arbeitnehmer auf Dauer zugeordnet ist. Keine Rolle spielt es, wie oft und in welchem Umfang dort gearbeitet wird. Dauerhaft heißt, dass er der ersten Tätigkeitsstätte während des gesamten Vertragsverhältnisses oder länger als 48 Monate zugeordnet ist.

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen

Jetzt Strompreise vergleichen und Geld sparen


Verpflegungspausche wird vereinfacht

Verpflegungspauschalen: Bei Dienstreisen werden die Pauschalen für die Verpflegung anders berechnet. Bisher bekamen Arbeitnehmer sechs Euro vom Arbeitgeber erstattet, wenn sie mindestens acht Stunden auf Geschäftsreise waren. Bei einer Reise von mindestens 14 Stunden waren es zwölf Euro, dauerte die Reise 24 Stunden, gab es 24 Euro.

Nun fällt die erste Stufe weg. Die steuerfreie Zwölf-Euro-Pauschale gibt es bei einer Abwesenheit ab acht Stunden. Für Tage, an denen der Arbeitnehmer beruflich 24 Stunden von seiner Wohnung entfernt ist, erhält er wie zuvor 24 Euro. "Eine beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit liegt vor, wenn der Arbeitnehmer vorübergehend außerhalb seiner Wohnung und seiner ersten Tätigkeitsstätte beruflich tätig wird", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

Einschnitte bei Übernachtungsausgaben

Übernachtungsausgaben:

Wer auswärts arbeitet und für Übernachtungen in Hotels oder Pensionen bezahlen muss, kann diese Aufwendungen wie bisher beim Finanzamt als Werbungskosten absetzen. Dabei werden nach wie vor alle Ausgaben berücksichtigt, für die Belege vorliegen. Allerdings: Ab 2014 berücksichtigt der Fiskus die Aufwendungen nur noch 48 Monate lang.

Danach können nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW nur noch maximal 1000 Euro monatlich als Werbungskosten für Übernachtungen steuerlich geltend gemacht werden. Hat der Arbeitnehmer die auswärtige Tätigkeit mindestens sechs Monate unterbrochen, beginnt die 48-Monats-Frist wieder neu.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie die neue Herbst-Winter-Business-Kollektion
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal