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Welche Versicherungen Sie haben sollten und welche nicht

An der richtigen Stelle sparen  

Welche Versicherungen Sie haben sollten und welche nicht

01.10.2016, 15:44 Uhr | t-online.de

Welche Versicherungen Sie haben sollten und welche nicht. Für diesen kleinen Glasschaden braucht man keine Versicherung. Das können Verbraucher aus eigener Tasche bezahlen. (Quelle: dpa)

Für diesen kleinen Glasschaden braucht man keine Versicherung. Das können Verbraucher aus eigener Tasche bezahlen. (Quelle: dpa)

Gegen fast jedes Alltagsrisiko können sich Verbraucher versichern - doch längst nicht jede Versicherung ist auch sinnvoll. T-Online.de gibt einen Überblick, worauf Sie nach Experten-Meinung verzichten können.

Für unverzichtbar hält der Bund der Versicherten (BdV) vor allem zwei Versicherungen: eine private Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Überflüssig sind nach Einschätzung der BdV-Experten hingegen Versicherungen beispielsweise gegen Glasbruch oder den Verlust des Smartphones.

Grundsätzlich gilt aus Sicht der Verbraucherorganisation: Schäden, die man selbst bezahlen kann, ohne sich damit in existenzielle Nöte zu stürzen, sollten nicht versichert werden.

Privathaftpflicht

Wer jemandem einen Schaden zufügt, haftet dafür unbegrenzt. Werden Menschen verletzt, geht das schnell in die Hunderttausende. Schon deshalb ist eine private Haftpflichtversicherung ein Muss. Familien mit Kindern bekommen einen Schutz bis 50 Millionen Euro schon für weniger als 100 Euro im Jahr. Singles ohne Kinder zahlen für den gleichen Schutz etwa 20 bis 30 Euro weniger.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer seinen Beruf nach Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben kann, erhält von der Berufsunfähigkeitsversicherung eine monatliche Rente. Die Absicherung von Invaliditätsrisiken ist wichtig, da es vom Staat keine oder nur eine geringe Unterstützung gibt.

Der Haken: Berufsunfähigkeitsversicherungen sind schwer zu bekommen. Viele Anträge werden abgelehnt. Wer Vorerkrankungen hat, muss unter Umständen hohe Risikoaufschläge zahlen - oder das betreffende Risiko wird beim Schutz ausgeklammert.

Wichtig auch: Bei Vorerkrankungen keinesfalls schummeln oder ungenaue Angaben machen. Das kann im Schadenfall dazu führen, dass die Versicherung nicht zahlt.

Risikolebensversicherung

Auch diese Versicherung hält der BdV für existenziell - und zwar für den Hauptverdiener einer Familie, um im Todesfall die Nachkommen solide abzusichern. 100.000 Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren gibt's ab rund 110 Euro, 300.000 Euro Versicherungssumme kosten ab 300 Euro. Wer zum Beispiel einen Hauskredit absichern möchte, der sich im Lauf der Zeit verringert, kann eine fallende Versicherungssumme wählen, dann wird's günstiger. 

Unfallversicherung

Sie soll in erster Linie den Kapitalbedarf nach einem Unfall für den Umbau von Auto oder Wohnung, zusätzliche Hilfsmittel oder Therapien sowie für Hilfe im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung abdecken. Auch wer nicht genug Geld für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat oder aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt wird, sollte eine Unfallversicherung haben. Sie ist allerdings weniger geeignet, um den Verlust der Arbeitskraft abzufedern und daher zu diesem Zweck nur zweite Wahl.

Für eine Unfallversicherung sollten rund 150 Euro pro Person und Jahr eingeplant werden. 

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung ersetzt nach einem Feuer, nach Rohrbruch, Diebstahl oder Sturm die Schäden am Eigentum. Wer wertvolles Hab und Gut besitzt, sollte über eine solche Versicherung nachdenken - benötigt aber im Falle eines Falles die Rechnungen.

Die Preise für eine Hausratversicherung hängen vom Wohnort und der Wohnungsgröße ab. Faustregel: Für 50 bis 100 Euro sollten Sie einen guten Schutz finden.

Hauseigentümer sollten eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Hier müssen Sie mit 200 bis über 300 Euro Jahresprämie rechnen.

Glasbruchversicherung

Die Glasbruchversicherung zählt der BdV zu den verzichtbaren Versicherungen - weil die Reparatur einer kaputten Scheibe niemanden in den Ruin stürzen dürfte. Glasbruchversicherungen werden häufig in Verbindung mit der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung angeboten. Eine separat abgeschlossene Glasversicherung kostet um die 100 Euro im Jahr.

Rechtschutzversicherung

Die Rechtschutz gehört zu den Versicherungen, die man nicht unbedingt braucht. Wer viel fährt, kann über einen Verkehrsrechtschutz nachdenken. Auch ein Miet- oder Arbeitsrechtschutz kann sinnvoll sein - hier haben viele Verbraucher aber auch Schutz durch die Mitgliedschaft in einem Mieterverein oder einer Gewerkschaft. Mit rund 200 bis über 300 Euro im Jahr müssen Sie auch hier rechnen - und in den meisten Verträgen steht eine Selbstbeteiligung von 150 Euro pro Fall.

Von einer Insassenunfallversicherung rät der Bund der Versicherten explizit ab, da Unfallfolgen durch die Kfz-Versicherung abgedeckt sind.

Eine Handyversicherung zahlt sich nach Einschätzung des BdV ebenfalls nicht aus - denn entschädigt wird nur der Zeitwert des Handys, und obendrein müssen Versicherte eine Selbstbeteiligung zahlen.

Zu den überflüssigen Versicherungen zählt der BdV außerdem die Brillenversicherung (zu geringer Versicherungsschutz), die Reisegepäckversicherung (zahlt meist nicht, teilweise Schutz über die Hausratversicherung) und die Sterbegeldversicherung (bei langer Laufzeit zahlt man mehr ein, als hinterher ausgezahlt wird).

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