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Krankenkassen treten beim Krankengeld oft auf die Sparbremse

Gesundheit  

Kassen treten beim Krankengeld oft auf Sparbremse

01.07.2014, 11:19 Uhr | dpa-AFX

Krankenkassen treten beim Krankengeld oft auf die Sparbremse. Gesetzliche Krankenkassen drängen Kranke oft zur Arbeit (Quelle: dpa)

Gesetzliche Krankenkassen drängen Kranke oft zur Arbeit (Quelle: dpa)

Gesetzliche Krankenkassen drängen Versicherte immer wieder, trotz Krankschreibung zu arbeiten. Das zeigen viele Beschwerden von Patienten. Was die Versicherten derzeit am meisten bewegt, erläutert die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bei der Vorlage ihres Jahresberichts an diesem Dienstag (12 Uhr).

Dargestellt werden Auffälligkeiten, häufige Probleme und besonders relevante Themen in der Patientenberatung. Für den aktuellen "Monitor Patientenberatung 2014" wurden rund 80 000 Beratungsgespräche anonym ausgewertet.

UPD-Geschäftsführer Sebastian Schmidt-Kaehler hatte der Nachrichtenagentur dpa bereits im Mai gesagt, Beschwerden zum Thema Krankengeld hätten nicht nachgelassen. Das Problem, dass krankgeschriebene Versicherte zum Arbeiten gedrängt würden, tauche in der Beratung häufig bei psychischen Erkrankungen auf. Bereits im vergangenen Sommer hatte die Patientenberatung auf tausende solcher Fälle aufmerksam gemacht.

Beschwerden auch bei Reha-Leistungen

Auch dem Sozialverband VdK sind viele solcher Fälle bekannt. Bei der Bundesdatenschutzbeauftragten gibt es ebenfalls entsprechende Beschwerden. Kassen versuchten auch, Versicherte zu Reha-Leistungen auf Kosten der Rentenkasse zu bewegen, hieß es dort.

Die Grünen warnten, die schwarz-rote Reform der Krankenkassen-Finanzen drohe restriktives Verhalten der Kassen noch zu verschärfen. Die Kassen würden immer stärker zum Sparen gezwungen. Die UPD berät Patienten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen. Der Bundespatientenbeauftragte Karl-Josef Laumann (CDU) will Schlussfolgerungen aus dem Bericht ziehen.

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland hat bundesweit 22 Beratungsstellen. Hier erhalten Versicherte kostenlos Informationen und Hilfestellungen. Bei negativen Bescheiden der Kassen können Versicherte innerhalb von vier Wochen Widerspruch einlegen. Die letzte Möglichkeit wäre dann der Gang zum Sozialgericht.

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