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Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung bei 28 Milliarden Euro

Dickes Finanzpolster  

Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung bei 28 Milliarden Euro

04.03.2015, 18:35 Uhr | dpa-AFX

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat 2014 finanziell noch etwas besser abgeschnitten als erwartet. Das Finanzpolster von Gesundheitsfonds und Kassen belief sich zum Jahresende insgesamt auf mehr als 28 Milliarden Euro. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mit.

Die Reserve des Gesundheitsfonds belief sich auf 12,5 Milliarden, die der Krankenkassen auf 15,5 Milliarden Euro. Einnahmen in Höhe von rund 204,1 Milliarden standen nach den vorläufigen Finanzergebnissen 2014 Ausgaben von rund 205,3 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz von knapp 1,2 Milliarden gehe zu einem Großteil darauf zurück, dass die inzwischen nur noch 123 Krankenkassen ihre Versicherten über Prämien und freiwillige Satzungsleistungen an ihren hohen Finanz-Reserven beteiligt hätten.

Prämienzahlungen führen zu Defiziten

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) erzielten den Angaben zufolge einen Überschuss von rund 421 Millionen Euro. Bei den Ersatzkassen überstiegen dagegen die Ausgaben die Einnahmen um etwas mehr als eine Milliarde Euro, bei den Betriebskrankenkassen um 334 Millionen Euro und bei den Innungskrankenkassen um 219 Millionen Euro. Die Ausgabenüberhänge dieser Kassenarten erklären sich zu einem erheblichen Teil durch Prämienzahlungen.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sagte: "Dass die Kassen mehr als eine Milliarde Euro an Prämien und freiwilligen Leistungen an ihre Versicherten zurückgeben konnten, zeigt die insgesamt gute Finanzlage der Kassen." Ziel müsse es bleiben, eine nachhaltig gute Versorgung mit hochwertigen Leistungen und Arzneimitteln sicherzustellen.

Hohe Ausgaben für Hepatitis-C-Medikament

Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen stiegen nach drei Jahren mit moderaten Zuwächsen 2014 um neun Prozent oder 2,9 Milliarden Euro. Auffällig waren hier die hohen Ausgaben für neu zugelassene Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C, die 2014 in der GKV zu Mehrausgaben in einer Größenordnung von rund 600 Millionen Euro führten. Hier geht es um das Präparat Sovaldi des US-Herstellers Gilead. Inzwischen haben verschiedene Krankenkassen mit dem Hersteller Rabatte ausgehandelt, sodass die Ausgaben für Solvadi wieder sinken könnten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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