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OECD warnt vor Pleiten von Versicherern

Folgen der niedrigen Zinsen  

OECD warnt vor Pleiten von Versicherern

24.06.2015, 19:40 Uhr | rtr

OECD warnt vor Pleiten von Versicherern. OECD-Generalsekretär Angel Gurria warnt vor Gefahren für Versicherer durch die niedrigen Zinsen. (Quelle: Reuters)

OECD-Generalsekretär Angel Gurria warnt vor Gefahren für Versicherer durch die niedrigen Zinsen. (Quelle: Reuters)

Wegen der weiterhin niedrigen Zinsen hat die OECD vor großen Risiken für Rentenfonds und Versicherungsgesellschaften gewarnt. Renten- und Lebensversicherer könnten ihre Renditeversprechen aus Zeiten höherer Zinsen nur einhalten, wenn sie ihre Anlagestrategie ändern, so die Industriestaaten-Organisation.

"Damit verbunden sind höhere Risiken bis hin zur Insolvenz einzelner Unternehmen", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu ihrem "Unternehmens- und Finanzausblick" mit. Weltweit müsse man die Mittel in die "produktivsten Investitionen stecken", ohne sich auf allzu große Gefahren einzulassen, mahnte OECD-Generalsekretär Angel Gurria bei der Vorlage des Berichts.

Deutsche Versicherer sehen sich gerüstet

Die deutsche Versicherungsbranche reagierte prompt: Sie habe Konsequenzen aus den niedrigen Zinsen gezogen. Geschäftsmodelle und Kapitalanlagestrategien seien angepasst worden. So investierten die Firmen etwa verstärkt in sichere Anleihen mit längeren Laufzeiten und höherer Verzinsung, sagte ein Sprecher des Lobbyverbands GDV. "Die Unternehmen gehen aber keinesfalls unangemessen hohe Risiken ein, um langfristige Garantiezusagen erfüllen zu können."

Die OECD sieht auch eine Gefahr darin, dass Unternehmen ihren Aktionären Auszahlungen durch Dividenden und Aktienrückkäufe zukommen lassen, um kurzfristig die Rendite zu steigern. Das führe dazu, dass das Kapital nicht reinvestiert werde. Dieser Trend sei schädlich für Investitionen, die Innovationen und eine höhere Produktivität fördern könnten.

Bis 2019 werden Rentenfonds in der OECD dem Bericht zufolge um gut ein Viertel wachsen - von 28,4 Billionen Dollar im Vorjahr auf 35,8 Billionen Dollar (rund 31,8 Billionen Euro). Das Kapital von Versicherungsgesellschaften steige um ein Drittel auf 37,7 Billionen Dollar.

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