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PKV unattraktiv? 200.000 weniger Versicherte bei Privaten Krankenversicherungen

Fast 200.000 weniger Versicherte  

Private Krankenkassen verlieren an Attraktivität

14.12.2016, 17:53 Uhr | dpa

PKV unattraktiv? 200.000 weniger Versicherte bei Privaten Krankenversicherungen. Immer mehr Deutsche ziehen die gesetzliche Krankenversicherung der privaten vor. (Quelle: dpa)

Immer mehr Deutsche ziehen die gesetzliche Krankenversicherung der privaten vor. (Quelle: dpa)

Die privaten Krankenkassen haben in den vergangenen fünf Jahren rund 189.000 Vollversicherte verloren. Seit 2012 wechselten nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" durchgängig mehr privat Versicherte in das gesetzliche Kassensystem als umgekehrt. Die Zeitung beruft sich auf Daten der Bundesregierung, die die Linke im Bundestag angefordert hatte.

Zwischen 2012 und 2015 wechselten demnach gut 609.000 privat Versicherte in eine gesetzliche Krankenkasse. Den Weg vom gesetzlichen ins private System (PKV) gingen nur noch knapp 520.000 Versicherte. Unter dem Strich wechselten also rund 90.000 Menschen mehr von der privaten in eine gesetzliche Kasse als umgekehrt.

"PKV hat ihren Zenit überschritten"

Den Menschen sei jahrelang erzählt worden, dass privat immer besser sei als öffentlich, sagte die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann. Die konkreten Erfahrungen überzeugten aber jetzt immer mehr Versicherte, sich doch besser auf die gesetzliche Krankenversicherung zu verlassen. "Die private Krankenversicherung hat ihren Zenit überschritten", so Zimmermann.

Der Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Florian Lanz, verwies darauf, dass die PKV oft weniger Leistungen als die gesetzlichen Krankenkassen böte und vor allem Rentner unter den hohen Versicherungsprämien litten. "Das hat sich mittlerweile herumgesprochen", so Lanz.

Im vergangenen Jahr waren bei den privaten Kassen rund 8,8 Millionen Menschen versichert. 2012 waren es noch fast neun Millionen gewesen. Im gleichen Zeitraum ist der Zahl der Mitglieder in den gesetzlichen Kassen von 52,4 auf 54,2 Millionen gestiegen.

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