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"Stiftung Warentest" prüft Zahnzusatzversicherungen – ein Drittel sehr gut

Versicherung für Implantate, Inlays & Co.  

"Stiftung Warentest" prüft Zahnzusatzversicherungen – ein Drittel sehr gut

17.04.2018, 12:14 Uhr | sm, t-online.de

"Stiftung Warentest" prüft Zahnzusatzversicherungen – ein Drittel sehr gut. Frau beim Zahnarzt: Die Kosten für eine umfangreichere Zahnbehandlung und für Zahnersatz können recht schmerzhaft sein. Eine private Zusatzversicherung kann Abhilfe schaffen. (Quelle: Getty Images/yoh4nn)

Frau beim Zahnarzt: Die Kosten für eine umfangreichere Zahnbehandlung und für Zahnersatz können recht schmerzhaft sein. Eine private Zusatzversicherung kann Abhilfe schaffen. (Quelle: yoh4nn/Getty Images)

Bei Zahnersatz und bestimmten Zahnbehandlungen übernehmen die Krankenkassen nur einen Teil der Kosten. Das kann ins Geld gehen. Einen Schutz können Zahnzusatzversicherungen bieten. "Stiftung Warentest" hat 220 Zahnzusatzpolicen unter die Lupe genommen.

Über 15 Millionen gesetzlich Versicherte haben eine private Zahnzusatzversicherung abgeschlossen. Doch der Markt an Zusatzpolicen ist wenig transparent. Die meisten Versicherer bieten verschiedene Tarife mit unterschiedlichem Leistungsumfang. Da kann man schnell den Überblick verlieren.

Für jene, die über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenken oder einen Wechsel der privaten Zahnpolice in Betracht ziehen, hat sich "Stiftung Warentest" 220 Angebote angeschaut. Das Ergebnis: Fast ein Drittel der angebotenen Zahnzusatzversicherungen ist sehr gut (Finanztest 5/2018). 

Orientierung im Dschungel der Zahnzusatzpolicen

Die Tarife sind in den vergangenen Jahren besser geworden, schreibt "Stiftung Warentest". Von den getesteten 220 Zahnzusatzversicherungen sind 70 Angebote sehr gut. Beim ersten Test im Jahr 2008 waren es von 83 analysierten Tarifen gerade einmal 3.

Die monatliche Beitragsspanne für "sehr gute" Tarife reicht für einen 43-jährigen Modellkunden von 9 Euro bis 63 Euro. Vom Preis allein lässt sich jedoch nicht auf die Qualität der Zahnpolice schließen. 

70 Zahnzusatzpolicen erhielten die Bestnote "sehr gut". Spitzenreiter sind die Tarife:

  • Zahn Prestige der Bayerischen
  • DFV-Zahnschutz Exklusiv 100 der Deutschen Familienversicherung (DFV)
  • EZL-Tarif der Hanse Merkur

Bei den Testsiegern werden sowohl Kronen und Inlays als auch die teureren Implantate entweder ganz oder nahezu vollständig bezahlt. Zudem werden die Leistungen der Zahnpolice nicht durch ein jährliches Limit eingeschränkt. In diesen Fällen liegen die Preise bei anfänglich 40 oder 41 Euro im Monat für einen 43-jährigen Versicherten und steigen im Verlauf der Zeit auf bis zu 65 Euro beziehungsweise 70 Euro an.

Neben Hochleistungstarifen bieten private Zahnzusatzversicherungen auch eine Basisversorgung. Der private Basisschutz kosten den 43-jährigen Modellkunden weniger als 9,50 Euro im Monat, ansteigend auf höchstens 13 Euro im Monat. Versichert wird damit der Eigenanteil bei einer Standardversorgung mit Zahnersatz.

Anstieg der Beiträge und Wartezeiten einkalkulieren

Was Versicherte wissen sollten: Die Beiträge können im Laufe der Zeit steigen. Die Steigerung hängt davon ab, wie der Versicherer kalkuliert, entweder nach Art der Lebensversicherung oder nach Schadenentwicklung. Davon abhängig steigen die Kosten mit zunehmendem Alter unterschiedliche an.

Mit der Unterzeichnung der Versicherungspolice können die Leistungen zudem der Zahnzusatzversicherung nicht in jedem Fall sofort abgerufen werden. Neukunden müssen in der Regel bis zu acht Monate warten. Allerdings, so "Stiftung Warentest", entfiel bei nahezu der Hälfte der Tarife die Wartefrist, bis die ersten Leistungen in Anspruch genommen werden können.

Wann lohnt der Abschluss eine Zahnzusatzversicherung?

Der Abschluss empfiehlt sich im Alter von etwa Mitte 30 bis Mitte 40, wenn mit den Zähnen noch alles in Ordnung ist, raten die "Finanztest"-Experten. Sobald der Zahnarzt erwähnt, dass etwas gemacht werden muss, gilt das für Versicherer bereits als angefangene Behandlung. Und dann gibt es kein Geld. Früher abschließen sollten diejenigen, die eine unfallträchtige Sportart betreibt, familiär mit Zahnproblemen vorbelastet ist oder Diabetes hat.

Basisschutz: Eine Ausnahme bietet die Ergo Direkt mit dem Tarif ZEZ, der auch während einer laufenden Behandlung zahlt. Der Tarif verdoppelt allerdings nur den Festzuschuss der Kassen.

Was zahlt die Krankenkasse?

Die Krankenkasse zahlt nur im Rahmen der gesetzlichen Regelversorgung. Für darüber hinausgehende Leistungen muss der Patient zum Teil tief in die Tasche greifen. Ein Beispiel: Bei Implantaten, die pro Stück ab 4.000 Euro zu Buche schlagen, steuert die Kasse in der Regel nur 10 bis 20 Prozent der Kosten bei. Die Testsieger von "Stiftung Warentest" decken hingegen auch bei teuren Implantatlösungen alle Kosten ab.

Verwendete Quellen:
  • Stiftung Warentest
  • dpa

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