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Ernährung: Warum Abnehmen so schwer fällt

Abnehmen  

Warum Abnehmen so schwer fällt

28.04.2005, 14:29 Uhr | cme, dpa

Warum fällt das Abnehmen manchen Menschen schwerer?(Foto: Archiv)Warum fällt das Abnehmen manchen Menschen schwerer? (Foto: Archiv)Manchmal ist das Leben ungerecht: Bei einem lässt schon ein Stück Kuchen zum Kaffee die Fettpölsterchen wachsen. Der andere kann zwei Stück Sahnetorte futtern ohne zuzunehmen. An dieser Vermutung ist tatsächlich etwas dran. Denn neue Studien zeigen: Das Erbgut hat ebenso Einfluss auf das Gewicht eines Menschen wie sein Umfeld. Das zeigt auch die Erfahrung vieler Übergewichtiger: Denn obwohl sie gerne abnehmen möchten und einen Diätversuch nach dem anderen starten, schaffen sie es nicht, dauerhaft schlank zu bleiben. Kein Grund zu verzweifeln, denn ob ein Mensch tatsächlich zunimmt, hat viele Gründe. Lesen Sie hier mögliche Ursachen und Auswege.

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Fettspeicherprogramm für Notzeiten

Unsere Gene sind für Menschen ausgelegt, die sich viel bewegen und Notzeiten überstehen müssen. Bei einem Bürojob und allzeit griffbereiter Nahrung führt das Fettspeicherprogramm des Körpers daher oft zu Übergewicht. Dieses über Jahrtausende gebildete Notprogramm hat einen beachtlichen Einfluss auf das Gewicht. Dennoch ist dies kein unentrinnbares Schicksal, da es auch auf die Lebensgewohnheiten ankommt. Und die kann ein Mensch ­ in Grenzen ­ selbst gestalten.

Übergewicht zur Hälfte genetisch bedingt

Warum aber gibt es schlanke Büromenschen, die weder Sport treiben noch Diäten benötigen? Auch dies liegt zumindest zum Teil im Erbgut. Einer aktuellen Langzeituntersuchung mit Vietnam-Veteranen zufolge sind etwa 50 Prozent der Gewichtsveränderungen bei Erwachsenen von der erblichen Veranlagung bestimmt. "Die Nahrung wird je nach genetischer Ausstattung unterschiedlich verwertet", erläutert Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Erste Rädchen der Übergewichtsmaschinerie sind schon entdeckt: Einige Dicke haben eine veränderte Andockstelle für Sättigungshormone. Sie können das körpereigene Signal für Sättigung nicht oder kaum noch empfangen und nehmen daher schneller zu.

Gewicht frühzeitig kontrollieren

"Der größte Trick ist, früh genug das Gewicht zu kontrollieren und die Essensgewohnheiten umzustellen, bevor die Waage 20 Kilo zu viel anzeigt", meint Schürmann. Je stärker das Gleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe aus den Fugen geraten sei, um so schwerer sei es, dieses wieder herzustellen. Aus Zeitmangel ersetzen heutzutage fettreiche Snacks und Fast Food bei vielen Menschen die geregelten Mahlzeiten. Essen findet sozusagen nebenher statt, das Bewusstsein für Mahlzeiten geht verloren. Abnehmen kann aber nur, wer sich über sein Essverhalten bewusst ist.

Kleine Schritte führen zum Erfolg

Ein weiterer häufiger Fehler von Diätwilligen sind zu hoch gesteckte Ziele. Wer einem Schönheitsideal nacheifert und in kürzester Zeit rank und schlank sein will, wird von der Realität oft enttäuscht. Die Folge ist nicht selten der Gedanke "Jetzt ist es ohnehin egal" und es wird wieder unkontrolliert gegessen. Dabei sind kleine Erfolge leicht zu erreichen. Entscheidender als die Menge der purzelnden Pfunde ist der Wohlfühlfaktor. Wem es beim Abnehmen gut geht, der wird auch langfristig durchhalten.

Bewegung statt Fernsehen

Nicht nur beim Essen hat sich das Verhalten geändert. Viele Menschen bewegen sich im Alltag zu wenig. Die meisten Strecken werden mit dem Auto bewältigt. Fast überall haben Aufzüge oder Rolltreppen herkömmliche Treppen ersetzt. Doch gerade Bewegung ist beim Kampf gegen die überflüssigen Pfunde hilfreich. Dafür ist es nicht nötig, täglich im Fitness-Studio zu schwitzen. Wer ab und zu Aufzug, Rolltreppe oder Auto links liegen lässt und zu Fuß geht, hat schon den ersten Schritt getan.

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