Abnehmen | GETRÄNKE  

Wenn die flüssige Kalorienfalle zuschnappt

19.03.2008, 11:02 Uhr | ag, msh

Obstsäfte haben viele Kalorien. (Foto: Archiv)Obstsäfte haben viele Kalorien. (Foto: Archiv)Hätten Sie gewusst, dass ein Glas Orangensaft so viele Kalorien enthält wie ein Glas Cola? Wer sich wundert, warum es partout nicht mit dem Abnehmen klappt, sollte sein Trinkverhalten einmal genauer unter die Lupe nehmen. In den letzten 37 Jahren hat sich der Konsum von flüssigen Kalorien bei den Erwachsenen fast verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Wissenschaftler vom Carolina Population Center. Sie werteten Daten über das Trinkverhalten von mehr als 46 000 Amerikanern aus. Besonders Fruchtgetränke, Limonade und Sportdrinks sind reich an Kalorien. Figurbewusste sollten auch mit Alkoholika vorsichtig sein.

Kalorienfalle Getränke Was steckt in Fruchtsaft, Limo & Co.?
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Mehr flüssige Kalorien = mehr Körperfett

Im Jahr 1965 hatten Getränke einen Anteil von zwölf Prozent an der Gesamtenergiemenge. 2002 waren es bereits 21 Prozent. Der gestiegene Konsum von kalorienhaltigen Getränken macht sich mit 222 Kilokalorien mehr pro Tag bemerkbar, das ergaben die Analysen von Barry M. Popkin und seinen Kollegen vom Carolina Population Center. Wenn diese zusätzlichen Kalorien nicht verbrannt oder an anderer Stelle eingespart werden, summiert sich das in einem Jahr zu elf Kilogramm Körperfett. Ein weiteres Problem dabei: Wer viel trinkt isst nicht automatisch weniger, denn Getränke haben kaum Sättigungseffekt.

Je hochprozentiger, desto kalorienreicher

Was viele nicht wissen: Alkohol enthält deutlich mehr Kalorien als Zucker und Eiweiß. In einem Gramm stecken sieben Kalorien. Je höher der Alkoholgehalt, desto mehr Kalorien enthält also das Getränk. So stecken in einem Glas Whisky oder Obstbrand (4 cl) rund 100 Kalorien. Doch Alkohol enthält nicht nur viele Kalorien, sondern hemmt auch den Fettgewebsabbau. Während der Körper damit beschäftigt ist, den Alkohol abzubauen, verbrennt er weniger Kalorien und das Fett lagert sich schneller im Gewebe ab. Ein weiterer Nachteil: Alkohol regt den Appetit an. Wer einen Aperitif vor dem Essen zu sich nimmt, isst hinterher tatsächlich mehr.

Milchmix-Getränke sind Zuckerfallen

Wegen ihres hohen Nährstoffgehaltes ist Milch kein Durstlöscher. Wer auf sein Gewicht achten muss, sollte sie daher besser als Zwischenmahlzeit in seinen Ernährungsplan einkalkulieren und eher zu der fettreduzierten Variante greifen. Diese enthält nämlich genauso viele Mineralstoffe und fast genauso viele Vitamine wie Vollmilch. Beim Energieumsatz sind die Unterschiede jedoch groß: So finden sich in einem 0,3-Glas Kuhmilch mit einem Fettanteil von 3,5 Prozent 210 Kalorien. Eine fettreduzierte Milch (1,5 Prozent) bringt es dagegen nur auf 155 Kalorien. Besondere Vorsicht ist bei Mix-Getränken aus Milch und Früchten geboten. Aufgrund ihres hohen Zuckergehalts wird die Milch hier schnell zur Kalorienbombe. So kann ein Bananen-Shake schnell einmal auf 300 Kalorien kommen.

Wasser und Schorle der Figur zuliebe

Wer kalorienfrei trinken möchte, sollten am besten auf Mineralwasser umsteigen. Das löscht den Durst, ohne auf den Hüften zu landen. Geeignet sind natürlich auch Getränke, die mit Wasser zubereitet werden, beispielsweise Früchte- und Kräutertees. Eistee dagegen ist keine gute Alternative zu Wasser. Er enthält ebenfalls Zucker, oft sogar noch zusätzlich Süßstoff, Aromen und Zitronensäure, die den Zahnschmelz angreifen kann. Da Fruchtsäfte eine starke Belastung fürs Kalorienkonto sind, sollten sie besser stark verdünnt als Schorle getrunken werden. Dabei empfiehlt es sich, Saft und Wasser im Verhältnis eins zu drei zu mischen. Bei einem 0,3-Glas Apfelschorle kommen Sie dann auf 65 Kalorien. Im Vergleich: Unverdünnt würde das Getränk mit 190 Kalorien zu Buche schlagen.

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