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Abnehmen: Kampf gegen Übergewicht ist Regierungssache

Kampf gegen Übergewicht verschärft

25.05.2008, 16:46 Uhr | dpa/ali

Ernährung und Abnehmen: Immer mehr Kinder und Jugendliche neigen zu Übergewicht und Fettleibigkeit. (Foto: dpa)Immer mehr Kinder und Jugendliche neigen zu Übergewicht und Fettleibigkeit. (Foto: dpa)Jeder zweite Deutsche ist zu dick und die nachfolgende Generation zeigt schon jetzt adipöse Tendenzen. Das hat die Bundesregierung auf den Plan gerufen, den Kampf gegen Übergewicht zu verschärfen. Mit einem Bündel von Maßnahmen will sie die Bürger wieder in Form bringen. "In Deutschland soll ein Umfeld geschaffen werden, in dem ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung in allen Lebensbereichen fest verankert sind", heißt es in einem Entwurf für den Aktionsplan Ernährung mit dem Titel "Deutschland in Form".

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Übergewicht ist generationenübergreifendes Problem

Zwei Drittel der Männer und rund die Hälfte der Frauen zwischen 18 und 80 Jahren in Deutschland gelten als zu dick. Bei Kindern und Jugendlichen sind es 15 Prozent, die übergewichtig oder fettleibig sind. Das Übergewicht nimmt mit dem Alter zu und ist stark von der sozialen Schicht abhängig, ergab die „Verzehrstudie“ im Januar 2008. Weil die meisten Bürger zu viele Pfunde auf die Waage bringen, planen die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und der Verbraucherminister Horst Seehofer (CSU) nun gemeinsam Kampagnen unter anderem für mehr Aufklärung, besseres Kantinen-Essen, mehr Sport und stärkere Forschung. Der Kampf gegen Übergewicht ist nicht neu, die Ergebnisse von Studien aber sind alarmierend. Nicht nur Erwachsene, auch Jugendliche werden immer dicker. Ziel der Kampagnen ist es u. a. auch, Volkskrankheiten zu vermeiden.

Falsche Ernährung macht krank

In Deutschland nehmen Krankheiten wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu, die durch schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung mitverursacht werden. Viele Bundesbürger sind offensichtlich auch bequem. "Das bedeutet, dass nicht alle Menschen in der Lage oder willens sind", sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen, heißt es in dem Ernährungspapier weiter, über den das Bundeskabinett voraussichtlich noch vor der Sommerpause berät.

Deutsche bewegen sich zu wenig 

Viele Bürger sind Bewegungsmuffel. Rund ein Fünftel der Deutschen bewegt sich nicht im Alltag, bei Senioren sind es zwischen 28 und 41 Prozent, ergaben der "Gesundheits-Survey" 2003 und die "Deutsche Nichtbeweger-Studie" 2008. Das erhöht die Risiken. Schmidt und Seehofer empfehlen: Öfter zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder Sport treiben.

Kinder und Jugendliche motivieren

Besonders das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen wollen Schmidt und Seehofer bekämpfen und schlagen Zuschüsse zur Schulverpflegung über Bons vor. Qualitätsstandards soll es neben Schulen und Betriebskantinen bis 2010 auch für Kitas, Seniorenheime und Krankenhäuser geben. Mit der Wirtschaft sind Gespräche über einen Verzicht auf Werbung mit Blick auf Kinder unter zwölf Jahren vorgesehen. Weil Kinder zudem immer öfter vor Computer oder Spielekonsole sitzen, soll es in Absprache mit der Computerindustrie mehr Spiele geben, die zur Bewegung motivieren sollen.

Kennzeichnungsampel für Lebensmittel

Seehofer plant auch eine freiwillige Benennung von Fett, Kalorien, Zucker und Salz auf Verpackungen. Die Angaben sollen mit Zahlen und Farben gekennzeichnet werden. Eine Ampel-Kennzeichnung wie in Großbritannien mit Rot, Gelb und Grün, die zeigen, ob viel, mittel oder wenig an Fett und Zucker enthalten ist, lehnt der Verbraucherminister jedoch ab.

Deutsche kaufen bevorzugt Dickmacher

Wenn die Deutschen einkaufen, achten sie bisher nicht sonderlich darauf, ob es sich um Dickmacher handelt - vor allem Männer nicht. 47 Prozent schauen beim Einkauf nicht auf den Zuckergehalt, 45 Prozent nicht auf Kalorien. Bei den Frauen sind es 29 Prozent, die sich nicht über den Zuckeranteil informieren, und 27 Prozent bei Kalorienangaben, ergab eine Infratest-dimap-Studie im Auftrag des Verbraucherministeriums. Wie sehr die Bürger beim gemütlichen Fernsehabend auf den Inhalt von Chips und Süßigkeiten achten, ist unklar. Eine Studie des Instituts HumanLink zeigte aber, dass das TV-Programm entscheidend sein kann für die Auswahl potenzieller Dickmacher. Bei Horrorstreifen greifen die Deutschen gern in die Chips-Tüte, bei Liebesfilmen zur Tafel Schokolade.

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