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Gesundheit | Abnehmen: Tod durch Schlankheitspille Acomplia?

GESUNDHEIT | ABNEHMEN  

Todesfälle bringen Schlankheitspille in Verruf

04.06.2008, 12:49 Uhr | afp/ag

Acomplia - die Abnehmpille für stark übergewichtige Menschen. (Foto: Archiv)Acomplia - die Abnehmpille für stark übergewichtige Menschen. (Foto: Archiv)Als die Abnehmpille Acomplia vor zwei Jahren auf den Markt kam, wurde sie von vielen als Wundermittel zur Behandlung von extremem Übergewicht gefeiert. Jetzt ist das Schlankheitsmittel des französischen Pharmakonzerns Sanofi-Aventis in Verruf geraten. Nach Angaben englischer Behörden wird die Abnehmpille für den Tod von fünf Patienten verantwortlich gemacht. In einer aktuellen Studie der englischen Arzneimittelkontrollbehörde MHRA fiel das Medikament in 720 Fällen wegen unerwünschter Nebenwirkungen auf - davon in fünf Fällen mit tödlichen Folgen.

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Pharmakonzern bestreitet Zusammenhang mit Todesfällen

In einer ersten Reaktion wies ein Konzernsprecher von Sanofi-Aventis einen direkten Zusammenhang zwischen den Todesfällen und der Einnahme der Abnehmpille zurück. In drei Fällen sei der Tod durch Herz-Kreislaufprobleme verursacht worden, an denen die Patienten auch schon zuvor gelitten hätten. In einem weiteren Fall sei der Patient an einer Infektion gestorben. Der fünfte Patient schließlich hätte sich umgebracht. Allerdings enthält das Medikament den Wirkstoff Rimonabant, der laut Studien das Risiko für Angstzustände Depressionen erhöht.

Nebenwirkungen: Depressionen und Selbstmordgedanken

Acomplia ist umstritten, seit ein Beraterausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA das Medikament mit der Begründung ablehnte, es könnte Depressionen und Selbstmordgedanken auslösen. In Deutschland ist das Präparat verschreibungspflichtig, wird aber von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet, da es als Lifestyle-Medikament angesehen wird. Zugelassen ist Acomplia ohnehin nur für extrem Übergewichtige mit einem Body Maß Index (BMI) von über 30 oder Menschen, die bereits an Stoffwechselstörungen leiden.

Dicker Bauch birgt hohes Gesundheitsrisiko

Nicht nur das Gewicht, sondern vor allem der Bauchumfang gibt Aufschluss darüber, wie groß das Risiko ist, eine Stoffwechselstörung zu entwickeln. So werden Frauen ab einem Bauchumfang von mehr als 88 Zentimetern und Männer ab einem Umfang von 102 Zentimetern als Risikopatienten eingestuft. Wer diesen Wert überschreitet, kann daher seinen Arzt auf ein Rezept für die Schlankheitspille ansprechen. Dabei sollte er sich allerdings gründlich über mögliche Risiken erkundigen. Zu den bislang bekannten Nebenwirkungen gehören neben den erwähnten Stimmungsschwankungen auch Übelkeit, Schwindel und Durchfall.

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Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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