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Die meisten Schlankheitsmittel sind wirkungslos

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Die meisten Schlankheitsmittel sind wirkungslos

12.01.2009, 16:15 Uhr | cme

Abnehmen: Viele Schlankheitsmittel sind wirkungslos. (Foto: imago)Viele Schlankheitsmittel sind wirkungslos. (Foto: imago)Abnehmen wollen viele Deutsche, aber Schwitzen und hungern für die Traumfigur? Das erscheint manchen Menschen zu anstrengend. Kein Wunder, dass sie lieber zu Schlankheitsmitteln greifen. Rund 200 Millionen Euro geben die Deutschen für Diätpillen und -pülverchen aus. Doch ein großer Teil der angebotenen Mittel ist wirkungslos, manche gefährden sogar die Gesundheit. Einen Überblick über das Angebot an Schlankheitsmitteln gibt das „ABC der Schlankmacher“ der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Das Buch gibt auch Auskunft darüber, welche etwas taugen und welche gefährlich werden können.

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Diätpillen wirkungslos oder gesundheitsgefährdend?

Unter dem Begriff „Schlankheitsmittel“ werden alle Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel und Arzneimittel zusammengefasst, die beim Abnehmen helfen sollen. Während Arzneimittel nur in der Apotheke erhältlich sind, dürfen Vitamine, Schlankheitstees, Quellstoffe und ähnliches auch im Supermarkt verkauft werden. Tatsächlich ist ein Großteil der Schlankheitsmittel für einen langfristigen Diät-Erfolg ungeeignet. Viele Produkte sind schlichtweg wirkungslos oder sogar gesundheitsgefährdend.

Trinkdiäten und Schlankheitspulver

Formuladiäten sind frei verkäufliche Eiweiß- und Nährstoffpulver, die den Grundbedarf des Körpers decken und wenig Kalorien enthalten. Es gibt verschiedenen Möglichkeiten, eine solche Diät durchzuführen: Entweder werden einzelne Mahlzeiten durch das Pulver ersetzt oder man ernährt sich ausschließlich davon. Letzteres ist bei vielen Frauen beliebt, weil das Kochen entfällt. Kurzfristig ist tatsächlich ein Gewichtsverlust möglich, Nebenwirkungen gibt es praktisch keine. Allerdings droht der Jojo-Effekt. Wer nicht lernt, sein Essverhalten zu ändern, wird früher oder später wieder an Pfunden zulegen.

Schneller satt mit Ballaststoffen

Schlankheitsmittel auf der Basis von Ballast- oder Quellstoffen bestehen meist aus pflanzlichen Produkten und quellen im Magen auf. So soll ein Sättigungsgefühl erzeugt und ein voller Magen vorgetäuscht werden. Da Quellmittel außerdem sehr viel Wasser binden, ist es unbedingt notwendig bei der Einnahme und im weiteren Tagesverlauf viel Wasser zu trinken, also mindestens zwei Liter pro Tag. "Ballast- und Quellstoffe bremsen den Hunger nur schwach", sagt auch Ernährungsexpertin Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). "Ähnliche Stoffe kann man auch mit dem Essen über Vollkornprodukte aufnehmen." Noch weniger wirksam ist der größte Teil der so genannten "Fatburner". Enzyme, Aminosäuren oder andere Wirkstoffe wie Carnitin sollen die Fettverbrennung fördern. Die Wirkung solcher Substanzen ist jedoch meist nicht belegt.

Abführmittel zum Abnehmen nicht geeignet

Manchmal werden auch Abführmittel als Schlankheitsmittel angepriesen oder diesen zugefügt. Das Versprechen der Hersteller: Die Verdauung wird angeregt und die Nahrung so schnell durch den Darm geleitet, dass der Körper die darin enthaltenen Kalorien gar nicht aufnehmen kann. Dies ist aber nicht der Fall, da Abführmittel erst im Dickdarm wirken, wo die Nährstoffaufnahme im Wesentlichen abgeschlossen ist. Es kommt lediglich zu einem vermehrten Wasserverlust. Bei längerer Einnahme wird allerdings der Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt gestört und es kann zu Funktionsstörungen von Herz und Niere kommen. Deshalb ist von Abführmitteln als Schlankheitsmittel dringend abzuraten.

Rezeptpflichtige Arzneimittel für stark Übergewichtige

In Deutschland sind derzeit zwei verschreibungspflichtige Medikamente zugelassen, die zur Behandlung von Übergewicht empfohlen werden Xenical (Wirkstoff Orlistat) und Reductil (Wirkstoff Sibutramin). Der Arzt darf die Mittel aber nur bei starkem, krankhaftem Übergewicht verschreiben. Die Nebenwirkungen sind teilweise beträchtlich. Für beide Mittel gilt: Sie wirken nur unterstützend, das Essverhalten wird durch die Einnahme nicht verändert. Das im September 2006 eingeführte Schlankheitsmittel Acomplia (Wirkstoff Rimonabant) wurde inzwischen wieder vom Markt genommen, da schwere Nebenwirkungen wie Depressionen und Suizidgedanken auftraten.

Ohne Ernährungsumstellung geht's nicht

"Um abzunehmen reicht es nicht, Ballaststoffe oder Schlankheitsmittel einzunehmen", sagt Gahl. Schlankheitspulver oder Pillen können beim Abnehmen nur unterstützend wirken. Eine Umstellung der Ernährung auf eine fettarme und ballaststoffreiche Kost ist unumgänglich. Damit man auch langfristig dabei bleibt, muss das Essen zudem abwechslungsreich und schmackhaft sein.

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