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Gesund essen erleichtert das Abnehmen

Abnehmen  

Gesund essen erleichtert das Abnehmen

16.03.2009, 13:12 Uhr | cme

Warum fällt das Abnehmen manchen Menschen schwerer?(Foto: Archiv)Warum fällt das Abnehmen manchen Menschen schwerer? (Foto: Archiv)Abnehmen ist schwerer als zunehmen, davon können viele Übergewichtige ein Lied singen. Wenn mehrere Diätversuche scheitern, glauben viele, das sei eben ihre Veranlagung. Das Erbgut hat zwar tatsächlich großen Einfluss auf unser Gewicht. Allerdings gibt es noch andere wichtige Faktoren. Eine US-Studie zeigt zum Beispiel, dass hohe Blutfettwerte das Sättigungsgefühl hemmen. Das heißt: Wer ungesund isst, bekommt besonders viel Hunger. Ein Teufelskreis, aus dem es viele Mollige nicht alleine heraus schaffen. Lesen Sie hier mögliche Ursachen und Auswege.

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Wie Fett das Sättigungsgefühl dämpft

Bei Normalgewichtigen wird das Sättigungsgefühl nach dem Essen durch das Hormon Leptin hervorgerufen. Wissenschaftler der Saint Louis University School of Medicine fanden heraus, dass Blutfette offenbar die Aufnahme des Sättigungshormons Leptin ins Gehirn hemmen. Somit kommt das Signal "Ich bin satt" nicht im Gehirn an - die Betroffenen essen einfach weiter.

Fettspeicherprogramm für Notzeiten

Ohnehin ist unser Körper eher auf Fettspeicherung für Notzeiten ausgelegt. Bei einem Bürojob und allzeit griffbereiter Nahrung führt das Fettspeicherprogramm des Körpers daher oft zu Übergewicht. Dieses über Jahrtausende gebildete Notprogramm hat einen beachtlichen Einfluss auf das Gewicht. Dennoch ist dies kein unentrinnbares Schicksal, da es auch auf die Lebensgewohnheiten ankommt. Und die kann ein Mensch ­ in Grenzen ­ selbst gestalten.

Übergewicht zur Hälfte genetisch bedingt

Warum aber gibt es schlanke Büromenschen, die weder Sport treiben noch Diäten benötigen? Auch dies liegt zumindest zum Teil im Erbgut. Einer aktuellen Langzeituntersuchung mit Vietnam-Veteranen zufolge sind etwa 50 Prozent der Gewichtsveränderungen bei Erwachsenen von der erblichen Veranlagung bestimmt. "Die Nahrung wird je nach genetischer Ausstattung unterschiedlich verwertet", erläutert Prof. Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke. Erste Rädchen der Übergewichtsmaschinerie sind schon entdeckt: Einige Dicke haben eine veränderte Andockstelle für Sättigungshormone. Sie können das körpereigene Signal für Sättigung nicht oder kaum noch empfangen und nehmen daher schneller zu.

Gewicht frühzeitig kontrollieren

"Der größte Trick ist, früh genug das Gewicht zu kontrollieren und die Essensgewohnheiten umzustellen, bevor die Waage 20 Kilo zu viel anzeigt", meint Schürmann. Je stärker das Gleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe aus den Fugen geraten sei, um so schwerer sei es, dieses wieder herzustellen. Aus Zeitmangel ersetzen heutzutage fettreiche Snacks und Fast Food bei vielen Menschen die geregelten Mahlzeiten. Essen findet sozusagen nebenher statt, das Bewusstsein für Mahlzeiten geht verloren. Abnehmen kann aber nur, wer sich über sein Essverhalten bewusst ist.

Kleine Schritte führen zum Erfolg

Ein weiterer häufiger Fehler von Diätwilligen sind zu hochgesteckte Ziele. Wer einem Schönheitsideal nacheifert und in kürzester Zeit rank und schlank sein will, wird von der Realität oft enttäuscht. Die Folge ist nicht selten der Gedanke "Jetzt ist es ohnehin egal" und es wird wieder unkontrolliert gegessen. Dabei sind kleine Erfolge leicht zu erreichen. Entscheidender als die Menge der purzelnden Pfunde ist der Wohlfühlfaktor. Wem es beim Abnehmen gut geht, der wird auch langfristig durchhalten.

Bewegung statt Fernsehen

Nicht nur beim Essen hat sich das Verhalten geändert. Viele Menschen bewegen sich im Alltag zu wenig. Die meisten Strecken werden mit dem Auto bewältigt. Fast überall haben Aufzüge oder Rolltreppen herkömmliche Treppen ersetzt. Doch gerade Bewegung ist beim Kampf gegen die überflüssigen Pfunde hilfreich. Dafür ist es nicht nötig, täglich im Fitness-Studio zu schwitzen. Wer ab und zu Aufzug, Rolltreppe oder Auto links liegen lässt und zu Fuß geht, hat schon den ersten Schritt getan.

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