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Fastenzeit bis Ostern: Wann endet sie? Und woher kommt der Brauch?

40 Tage Verzicht  

Darum fasten wir von Aschermittwoch bis Ostern

20.04.2019, 14:49 Uhr | eh, t-online.de, az, hs

Fastenzeit bis Ostern: Wann endet sie? Und woher kommt der Brauch?. Fisch ist während der Fastenzeit erlaubt. (Quelle: imago images/Westend61)

Verzicht auf dem Speiseplan: Fisch ist jedoch während der christlichen Fastenzeit erlaubt. (Quelle: Westend61/imago images)

Fleisch, Alkohol, Internet – Fasten kann vielfältig sein und liegt voll im Trend. Woher der Brauch kommt und ob sich das Fasten auch zum Abnehmen eignet, erfahren Sie hier.

Die christliche Fastenperiode ist eine Zeit der Buße und Besinnung. Sie bereitet Gläubige auf Ostern vor. Auch in anderen Religionen spielt das Fasten eine Rolle. 

Fastenzeit 2019: Wann beginnt sie? Wann endet sie?

Die Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet nach 40 Tagen in der Osternacht. Genau genommen sind es 46 Tage, jedoch werden die sechs Sonntage dabei nicht mitgezählt.

2019 beginnt die Fastenzeit am 6. März und endet am 18. April. Die Zeiträume für die Fastenzeiten der kommenden Jahre können Sie der Tabelle entnehmen.

JahrBeginnEnde
20196. März18. April
202026. Februar9. April
202117. Februar1. April

Die religiöse Bedeutung der Fastenzeit

Wie in der Bibel steht, soll Jesus an einem Mittwoch verraten und an einem Freitag gekreuzigt worden sein. Christen gedenken in der Fastenzeit seinem Leiden und verzichten an diesen Wochentagen darauf, Fleisch zu essen. Mit dieser Tradition bereiten sich Christen auf das Osterfest vor. Alles zu Ostern erfahren Sie hier.

Fasten ist jedoch keine Diät, sondern soll als Zeit der Besinnung dienen. In der römisch-katholischen Kirche wird die Fastenzeit auch als "österliche Bußzeit" bezeichnet.

Insgesamt 40 Tage dauert das Fasten im Christentum – eine Zeit, die an die Fastenzeit von Jesus in der Wüste nach seiner Taufe erinnern soll. 

In der evangelischen Kirche ist das Fasten nicht von einer solch zentralen Bedeutung. Die Aktion "7 Wochen ohne" ruft in der Fastenzeit 2019 stattdessen zu einem Verzicht auf Lügen auf und setzt damit verstärkt auf Veränderung.

Religiöses Fasten in anderen Religionen

Alle Infos zum Ramadan finden Sie hier. Im Islam ist Fasten eine der fünf Säulen dieser Religion. Gefastet wird im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. 30 Tage lang dürfen Muslime in dieser Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang nicht essen, trinken, rauchen oder Sex haben. Die Fastenzeit endet mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens, dem Zuckerfest. 

Ramadan: Der Prophet Mohammed war der erste Moslem, der an Ramadan fastete. (Quelle: imago images/biky)Ramadan: Der Prophet Mohammed war der erste Moslem, der an Ramadan fastete. (Quelle: biky/imago images)

Jom Kippur ist der große Fastentag im Judentum. An diesem Tag darf weder gegessen, getrunken noch geraucht werden. Auch waschen, arbeiten und Geschlechtsverkehr sind untersagt. An diesem Versöhnungstag zwischen Gott und den Menschen sollen alle zuvor begangenen Sünden gesühnt werden.

Der Hinduismus hat keine einheitlichen Fastenzeiten. Jedoch spielt Fasten im Hinduismus eine fundamentale Rolle, um so Körper und Geist zu reinigen.

Fastenzeit: Was darf ich essen?

Fastende schränken die Nahrungsaufnahme insgesamt etwas ein. Dafür beschränken sie sich auf eine große Hauptmahlzeit pro Tag und zwei kleine Zwischenmahlzeiten. An Aschermittwoch und Karfreitag ist jeweils nur eine Hauptmahlzeit erlaubt.

Katholische Gläubige, die zwischen 14 und 60 Jahre alt sind und sich streng an die Fastenregeln halten, verzichten zusätzlich auf Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Rauchen oder andere Genüsse. 

Im Mittelalter waren auch Fett, Eier und milchhaltige Produkte verboten. Heute kommen Gewohnheiten dazu wie etwa Surfen im Internet, Fernsehen oder Computerspielen. So bekommt die Fastenzeit einen aktuellen Bezug. Wichtig ist dabei ein bewusst erlebter Verzicht, der Raum für Neues schaffen soll.

Der Sonntag ist allerdings davon ausgenommen, da Jesus an einem Sonntag auferstanden sein soll. Wie streng das Fasten von den Gläubigen wirklich ausgeübt wird, bleibt hier jedem selbst überlassen.

Während sich streng gläubige Christen exakt an die Vorgaben halten, beschränken sich viele auch nur auf den Verzicht auf Fleisch am Karfreitag. Bei vielen streng gläubigen Katholiken und Orthodoxen werden vier Fastenzeiten im Jahr durchlaufen, die mehrere Wochen dauern. In diesen Zeiten wird komplett auf Alkohol, Fett und tierische Nahrungsmittel verzichtet.

Wie gesund ist das Fasten?

Bei Christen sollen in der Fastenzeit durch Entsagung Körper und Geist gereinigt werden. Wer dabei auf Völlerei, Süßigkeiten und Alkohol verzichtet, tut seinem Körper dabei auch noch etwas Gutes.

Teller mit Brühe: Ein essenzieller Bestandteil des Intervallfastens. (Quelle: imago images/epd)Teller mit Brühe: Ein essenzieller Bestandteil des Intervallfastens. (Quelle: epd/imago images)

Intervallfasten: Zum Abnehmen besser als Diät?

Einen wirklich großen Effekt erzielen Sie aber erst mit einer Fastenkur wie dem Heilfasten oder dem Intervallfasten. Mit ihr lassen sich Krankheiten wie Diabetes vorbeugen, das Wohlbefinden steigern und ungünstige Ernährungsgewohnheiten ändern. Dass dabei auch noch die Fettpölsterchen schmelzen können, ist ein beliebter Nebeneffekt.

Hier können Sie nachlesen, welche Fastenkuren es gibt und welche Fehler Fastenanfänger häufig machen.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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