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Hollywood-Diät: Beliebt, aber fragwürdig

Hollywood-Diät: Beliebt, aber fragwürdig

03.09.2012, 14:07 Uhr | md (CF)

Die sogenannte Hollywood-Diät ist ein typischer Vertreter der "Low Carb"-Riege, bei der Sie durch eiweißbetonte Trennkost und möglichst wenig Kohlenhydrate zum Wunschgewicht gelangen sollen.

Kritik an zu hohem Eiweißanteil

Die Hollywood-Diät wird in den bunten Gazetten der Welt regelmäßig als die „Diät der Stars“ gepriesen. Das beruht vor allem auf dem durch sie propagierten Ernährungsplan, der exotische Früchte und vergleichsweise teure Krustentiere wie Shrimps und Hummer beinhaltet. Aber auch Lamm, Geflügel, Fisch und Eier sind erlaubt. Unter dem Strich handelt es sich bei der Hollywood-Diät um einen stark eiweißlastigen Diätplan. Kritiker betonen, dass der Eiweißanteil am Ende des Tages viel zu hoch ist und im Extremfall Leber und Niere schädigen kann. Weiterhin sei die Hollywood-Diät für den gefürchteten Jojo-Effekt im Anschluss überaus anfällig. Während der Eiweißanteil bei einer gewöhnlichen Ernährung etwa 25 bis 30 Prozent ausmacht, steigt er im Rahmen der Hollywood-Diät auf 60 Prozent oder mehr. (Max-Planck-Diät verspricht schnelle Abnehmerfolge)

Klassische Trennkost

Dennoch ist diese Form der Trennkost auf dem Weg zur Traumkleidergröße 36 ein gern eingesetztes Mittel. Wohlgemerkt entstand das Konzept nicht in den vergangenen Jahren, sondern bereits in den 1920ern – zu einer Zeit, als die Idealmaße eigentlich noch ganz anders ausfielen und Hollywood noch nicht das weltweite Epizentrum der Eitelkeiten war. Die erwähnten Lebensmittel sollen nach dem klassischen Trennkostprinzip in festgelegten Abständen getrennt voneinander konsumiert werden.

Die Einheiten dürfen sich pro Tag auf nicht mehr als 600 bis 800 Kalorien summieren, was Ernährungswissenschaftler als viel zu wenig erachten. Zum Vergleich: Die empfohlene Tagesration für einen Erwachsenen liegt bei 2000 Kalorien. Fernab dieser fraglichen Eignung hat die Hollywood-Diät vor allem den Vorteil simpler Richtlinien: So muss der Anwender weder ständig den Nährstoffgehalt ausrechnen noch komplexe, wechselnde Speisepläne einhalten. Die Leistungsfähigkeit des Körpers wird durch den enzymreichen Fokus des Konzepts weniger in Mitleidenschaft gezogen als bei anderen Diäten mit einem radikalen Kalorieneinschnitt. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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