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Kalorienangaben richtig lesen

Ernährung  

Kalorienangaben richtig lesen

29.01.2007, 12:24 Uhr

Stellen Sie sich vor, Sie möchten Käse kaufen und sehen einen roten Punkt auf der Packung: "Vorsicht, Dickmacher!" Würden Sie ihn trotzdem kaufen? Wahrscheinlich nicht - zumindest nicht, wenn daneben eine Sorte mit grünem Punkt liegt, der ein "gesundes" Lebensmittel kennzeichnet. Reine Fiktion? In Großbritannien wird derzeit eine ähnliche Kennzeichnung eingeführt. Rot soll dann für viel Zucker, Fett oder Salz stehen, Grün für wenig. Auch Bundesverbraucherminister Horst Seehofer will eine Ampelkennzeichnung für Lebensmittel prüfen. Zwar ist noch nicht absehbar, ob hierzulande tatsächlich eines Tages rote, gelbe und grüne Punkte auf den Packungen prangen. Dennoch ist eine bessere Kennzeichnung der Nährwerte auf Lebensmitteln wünschenswert. Denn der Kaloriengehalt vieler Produkte ist für Verbraucher schwer zu erkennen.

Klare Definitionen für "light" und "kalorienarm"

Wer Kalorien sparen will, muss beim Einkaufen bislang genau hinschauen. Angaben wie "30 Prozent weniger Fett", "kalorienreduziert" oder "light" können in die Irre führen. Immerhin: Eine neue Kennzeichnungs-Verordnung hilft Verbrauchern seit dem 19. Januar, sich im Dschungel der Kennzeichnungen zurechtzufinden. "Begriffe wie 'leicht' oder 'kalorienarm' sind nun genau definiert", bestätigt Angela Clausen, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So darf ein mit "fettarm" beworbenes Produkt ab sofort nicht mehr als drei Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten. Die Bezeichnung "kalorienarm" darf ein Produkt nur noch tragen, wenn es maximal 40 Kilokalorien (kcal) pro 100 Gramm enthält.

Kalorienreduziert und trotzdem ein Dickmacher

Doch gerade beim Begriff "light" muss der Verbraucher noch selber genau hinschauen. Die Verordnung schreibt vor, dass ein "leichtes" Produkt 30 Prozent weniger Fett oder Zucker enthalten muss als das vergleichbare Originalprodukt. Manche kalorienreduzierte Knabberartikel wie Chips oder Cracker können sich dennoch als Fettbomben herausstellen. Und auch ein zuckerfreier Joghurt kann noch beträchtliche Mengen an Fett - und damit an Kalorien - aufweisen.

Nährwertangaben als Wegweiser

Wer wissen will, ob ein Lebensmittel tatsächlich kalorienarm ist, muss einen Blick auf die Nährwertangaben werfen. Auf vielen Verpackungen wird der Gehalt an Kalorien, Fett, Eiweiß, Kohlenhydraten und manchmal auch an Zucker ausgewiesen. Hilfreich sind Kalorienangaben pro 100 Gramm oder - noch besser - pro Portion. Als Orientierungswert für kalorienarme Produkte nennt Clausen den gesetzlichen Wert von 40 kcal pro 100 Gramm. Für Figurbewusste sind neben der Kalorienangabe auch der Fett- und der Zuckergehalt interessant. Ein hoher Fettgehalt von zehn Gramm Fett pro 100 Gramm oder mehr lässt praktisch immer auf eine Kalorienbombe schließen. Auch Produkte mit großen Zuckermengen sollten vermieden werden, da Süßes nicht lange satt hält und den Heißhunger fördert. Nährwertangaben auf Verpackungen sind allerdings gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Blick auf die Zutatenliste

Wo die Kalorienangaben fehlen, kann die Zutatenliste einen Anhaltspunkt für Figurbewusste bieten. Zutaten, die als erstes genannt werden, sind in großer Menge enthalten, Bestandteile am Ende der Liste in geringer Menge. Allerdings verbirgt sich gerade Zucker hinter einer Vielzahl von Bezeichnungen. Begriffe wie Glucosesirup, Invertzucker, modifizierte Stärke, Fruchtzucker oder Maltodextrin sind Synonyme für Zuckerarten, die nicht jeder kennt. Auch Fett wird manchmal unter mehreren Bezeichnungen aufgeführt, zum Beispiel als Pflanzenfett, Pflanzenöl, Sahne oder Butterreinfett.

Ampel-Kennzeichnung nur für Fertig-Produkte sinnvoll

Könnte eine Ampelkennzeichnung also eine Hilfe für Verbraucher sein? "Im Prinzip ja", meint Angela Clausen. Die Ernährungsexpertin hält die Einordnung der Lebensmittel allerdings für relativ schwierig, da vielfältige Kriterien berücksichtigt werden müssten. "Im Grunde macht eine solche Kennzeichnung nur für Fertigprodukte einen Sinn", so Clausen. "Sonst müsste hochwertiges Pflanzenöl wegen seines Fettgehaltes abgewertet werden, obwohl es als gesundes Lebensmittel gilt."

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