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Schlechte Fette und Schadstoffe - Margarine im Test

ERNÄHRUNG | FETT  

Schlechte Fette und Schadstoffe - Margarine im Test

31.03.2008, 13:30 Uhr | ug

Margarine: Je mehr ungesättigte Fettsäuren darin, umso besser.  (Foto: imago)Margarine: Je mehr ungesättigte Fettsäuren darin, umso besser. (Foto: imago)Margarine gilt als gesündere Alternative zu Butter - nicht zuletzt wegen ihrer cholesterinfreundlichen Zusammensetzung. Doch werden Margarinen diesem guten Ruf überhaupt gerecht? Das Verbrauchermagazin "Öko-Test" hat 26 Sorten, darunter sieben fettreduzierte Margarinen gestestet - vom Discounter- bis zum Bio-Produkt. Das Ergebnis: Acht enthalten so genannte 3-MCPD-Fettsäureester. Diese Schadstoffe entstehen bei hohen Temperaturen und können Schäden in den Nieren und Tumore hervorrufen. Wir verraten Ihnen, welche Sorten im Test überzeugen konnten - und welche nicht.

Schadstoffe - nicht nur beim Testverlierer

Besonders kritisch wurden die Produkte auf den kürzlich in Speisefetten entdeckten Schadstoff getestet: Wer 30 Gramm von dem Testverlierer, "Für den kleinen Kauf Pflanzenmargarine" aufs Brot streicht, überschreitet die täglich tolerierbare Menge an 3-MCPD-Fettsäureester. Auch weitere Margarinen enthalten diesen Schadstoff: "Gut und Günstig Pflanzen Margarine", "Delikata Frühstücksmargarine", "Tip Pflanzenmargarine" sowie "A&P Pflanzenmargarine". Wegen ihrer besonders hohen Belastung fallen "Bonita Frühstücks-Margarine", "Romi Margarine" und "Alsan Bio-Margarine" mit "mangelhaft" durch.

Transfette und krebserregende Stoffe

Zudem enthält die Margarine von Alsan erhöhte Mengen an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Diese können Krebs erregen und daher schneidet das Bio-Produkt insgesamt mit "Mangelhaft" ab. Bei dem Testverlierer "Für den kleinen Kauf - Pflanzen-Margarine" von Plus bemängelten die Tester zusätzlich einen erhöhten Gehalt an so genannten Transfettsäuren. Diese erhöhen das "böse" LDL-Cholesterin und damit den Cholesterinspiegel. Ein weiterer Kritikpunkt bei diesem Produkt: Die Hersteller verwenden zur Konservierung so genanntes Kaliumsorbat, während alle anderen Margarinen ohne auskommen. Dafür gibt es die Endnote "Ungenügend".

Ungünstiges Fettverhältnis

Punktabzüge verteilten die Tester für alle Produkte, deren Fettzusammensetzung aus ernährungsphysiologischen ungünstig war. Dabei gilt heute nach Fachempfehlungen: Je weniger gesättigte Fette und je mehr reichlich ungesättigte Fettsäuren enthalten sind, desto gesünder ist das Lebensmittel. Besonders irreführend fanden die Tester das Herstellerversprechen auf folgender Margarine: "Deli Reform Das Original" wirbt mit einem besonders hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. "Im Test fällt das Ergebnis dieser Fettsäurengruppe ungünstig aus", schreibt "Öko-Test".

Halbfettmargarinen überzeugen

Ein gutes Ergebnis erzielen hingegen alle fettreduzierten Margarinen: Sie waren frei von dem Schadstoff 3-MPCD und "durchweg unbedenklich", so die Tester. Dieses Fazit gilt für folgende Produkte: "Becel Original", "Bertolli Brotaufstrich mit mildem Olivenöl", "Deli Reform - Die leichte Halbfettmargarine", "Du darfst - Die Leichte 24 % Fett", "Lätta Halbfettmargarine", "Line Halbfettmargarine" sowie "Münsterland Halbfettmargarinen.

Unterschied zwischen Margarine und Butter

Übrigens: Ob man nun Butter oder Margarine aufs Brot streicht - für die schlanke Linie, macht es keinen Unterschied: "Margarine und Butter unterscheiden sich zwar in ihrer Fettsäurenzusammensetzung und ernährungsphysiologischen Wirkung, enthalten aber etwa die gleiche Menge an Fett und Kalorien", erklärt Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.

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