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Transfette stehen in Deutschland unter Beobachtung

Ernährung | Transfette  

Transfette in Deutschland unter Beobachtung

27.07.2008, 13:54 Uhr | afp/dpa/ali

Ernährung: Schwarzenegger sagt Fast-Food-Fetten dem Kampf an. (Foto: Imago) Schwarzenegger sagt Fast-Food-Fetten dem Kampf an. (Foto: Imago) In Deutschland stehen die gesundheitsschädlichen Transfette unter Beobachtung, doch ein Verbot wie im US-Bundesstaat Kalifornien, ist derzeit kein Thema. „Es gibt in Deutschland keine Belastungen, die ein unmittelbares nationales Handeln erforderlich machen“, sagte Sandra Pabst, Sprecherin des Agrar- und Ernährungsministeriums. Dennoch kenne man die Thematik und beobachte die Datenlage zu Transfetten kritisch. Am vergangenen Freitag hatte der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Gesetz unterzeichnet, das ein Verbot für die Nutzung von Transfetten in Restaurants ab 2010 vorsieht.

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Unionsfraktion sieht Handlungsbedarf

Die Unionsfraktion will dem Thema dennoch detailliert auf den Grund gehen. „Wir werden im Ernährungsausschuss einen Bericht der Bundesregierung über die Gefahren von Transfetten in Deutschland anfordern“, kündigte die verbraucherpolitische Fraktionssprecherin Julia Klöckner (CDU) in der „Bild am Sonntag“ an.

In Kalifornien droht Bußgeld bei Verstoß

Kalifornien hatte als erster US-Staat die herz- und kreislaufschädigenden Transfettsäuren am 25. Juli gesetzlich verboten. Danach werden diese von 2010 an aus allen Restaurants verbannt und dürfen von 2011 an im Einzelhandel auch nicht mehr in unverpackten Produkten enthalten sein. Wer gegen die Auflagen verstößt, muss mit einem Bußgeld von 25 bis 1000 Dollar rechnen.

Kritik der Restaurant-Lobbyisten

Kaliforniens Restaurant-Lobby hatte das Gesetz kritisiert. Die Transfette als Gesundheitsbedrohung herauszupicken, sei willkürlich und verursache hohe Kosten, hieß es. Ein einziges Produkt zu verbieten, sei, so die Sprecherin der „California Restaurant Association“ gegenüber der „New York Times“, nicht notwendigerweise die richtige Lösung.

Gehärtete Fette machen Lebensmittel haltbar

Transfette sind künstlich gehärtete Fette, die der Körper nicht verarbeiten kann. Transfettsäuren entstehen unter anderem bei der industriellen Härtung von Ölen zur Herstellung von Margarine, Back- und Streichfetten - aber auch beim Erhitzen und Braten von Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Sie gelten als noch schädlicher als gesättigte Fettsäuren. Im Durchschnitt nimmt ein Verbraucher aber etwa zehn Mal weniger Transfettsäuren zu sich als gesättigte Fettsäuren. Hersteller und Restaurants nutzen Transfette, da sie preiswerter als andere Fettarten sind, länger haltbar und häufiger wieder zu gebrauchen.

Dauerhafter Konsum macht krank

Transfettsäuren gelten als herz- und kreislaufschädigend, da sie den LDL-Wert im Blut erhöhen und somit den Cholesterinspiegel. Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen und steigert damit das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Um Transfette zu meiden, sollte man auf die Aufschrift "gehärtete Fette" achten. Wenn das auf der Packung steht, sind höchst wahrscheinlich auch Transfette enthalten.

Nicht nur in Pizza und Keksen

Zu finden sind sie in vielen beliebten Lebensmitteln, etwa in Fast-Food-Produkten, Keksen, frittierten Speisen oder fetten Brotaufstrichen. Auch zur Herstellung von Pommes Frites und Pizzagerichten kommen sie zum Einsatz. Hohe Gehalte an Transfettsäuren finden sich zudem in Chips, Croissants und industriellen Backfetten.

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