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Ernährung: Fruchtzucker-Verzicht beschleunigt Abnehmen

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Fruchtzucker macht schneller dick

28.07.2008, 12:18 Uhr | ag

In Marmelade steckt viel Fruchtzucker. (Foto: Imago) In Marmelade steckt viel Fruchtzucker. (Foto: Imago) Ein Brötchen mit Konfitüre oder Honig gehört für viele auf den Frühstückstisch. Besonders lecker dazu schmeckt ein Glas frisch gepresster Orangensaft, der obendrein reich an Vitaminen ist. Für die Figur ist ein solcher Start in den Tag jedoch Gift. Denn Säfte aus natürlichen Früchten sowie Marmelade und Honig enthalten große Mengen an Fruktose (Fruchtzucker). Und dieser verwandelt sich im Handumdrehen in Körperfett - schneller noch als Traubenzucker. Das haben amerikanische Forscher in einer aktuellen Studie an der Texas University gezeigt. Ein weiterer Nachteil ist, dass Fruktose kein Sättigungsgefühl auslöst.

Fruchtzucker beschleunigt Fettbildung

Im Rahmen der Studie, die im "Journal of Nutrition" (138/2008) veröffentlicht wurde, gaben die Wissenschaftler den Testpersonen vier Stunden vor ihren Mahlzeiten Fruchtsäfte zu trinken, die unterschiedliche Anteile von Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker enthielten. Zuerst erhielten sie Getränke mit 100 Prozent Glukoseanteil, danach Säfte mit je 50 Prozent Glukose und Fruktose. Zuletzt erhöhten die Wissenschaftler den Fruktoseanteil auf 75 Prozent. Das Resultat: Bereits ab einem Fruktosegehalt von 50 Prozent beschleunigt sich die Umwandlung von Zucker in Fett rasant. Doch es gibt noch einen weiteren negativen Nebeneffekt: Durch die Aufnahme von Fruchtzucker nimmt auch die Einlagerung von Fetten aus der Nahrung, die der Körper ansonsten für andere Zwecke verwendet, zu.

Wo steckt Fruchtzucker überall drin?

In der Natur findet sich Fruchtzucker in jeder Art von Obst. Im Handel ist er erhältlich als kristallines Pulver oder Maissirup. Wegen seiner hohen Süßkraft wird Fruchtzucker häufig zum Süßen von Softdrinks eingesetzt. Er findet sich keineswegs nur in Diabetiker-Produkten, sondern zahlreichen anderen Lebensmitteln - beispielsweise in Fertiggerichten, Joghurts und Smoothies. Getrocknete Früchte enthalten einen besonders hohen Fruchtzucker-Anteil: In 100 Gramm getrockneten Datteln oder Feigen sind bis zu 28 Gramm Fruchtzucker enthalten. Auch in Desserts und Tomatenketchup findet er sich. Vor dem Genuss von Obst muss jedoch niemand Panik haben, mahnt Studienleiterin Elizabeth Parks. Vielmehr sollten Nahrungsmittel mit hohen Fruchtzuckeranteilen vermieden werden.

Keine gesunde Alternative zum Süßen

Auch wenn viele noch immer meinen, Kalorien zu sparen, indem sie Haushaltszucker durch Fruchtzucker ersetzen, ist dieser keine gesunde Alternative zum Süßen. Eine Ausnahme sind Diabetiker, die aufgrund ihres besonderen Stoffwechsels weiterhin auf Fruchtzucker als Süßungsmittel angewiesen sind. Was die Kalorien angeht, enthält Fruktose ohnehin den gleichen Brennwert wie Industriezucker. Besondere Vorsicht ist bei Erfrischungsgetränken geboten, da diese häufig mit fruktosehaltigem Maissirup gesüßt werden. Nicht nur ihr hoher Energiegehalt macht sie zu potentiellen Dickmachern. Der Zucker aus den Getränken wird besonders schnell aufgenommen, der Blutzuckerspiegel schießt in die Höhe. Anschließend sinkt er wieder stark ab. Die Folgen sind Heißhunger und Leistungstiefs. Mineralwasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie stark verdünnte Saftschorlen sind daher die besseren Durstlöscher.

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