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Von wegen "unbehandelt"!

Zitrusfrüchte  

Von wegen "unbehandelt"!

05.01.2009, 17:40 Uhr | ts

ZitrusfrüchteZitrone (Foto: Archiv)Im Winter haben Zitrusfrüchte Hochkonjunktur. Die Vitaminbomben enthalten pro 100 Gramm Frucht zwischen 30 und 60 Milligramm Vitamin C. Um so ärgerlicher, dass 80 bis 90 Prozent aller konventionell erzeugten Zitrusfrüchte Rückstände an Pflanzenschutz- und Konservierungsmittel enthalten. Selbst die Bezeichnung "unbehandelt" gibt dem Verbraucher keine Sicherheit. Deshalb sollten Früchte vor dem Verzehr stets gewaschen werden. Wird die Schale mitverwendet, lohnt sich der Griff zu Öko-Produkten.


"Unbehandelt" sagt wenig aus

Wer "unbehandeltes" Obst kauft, wiegt sich in falscher Sicherheit. Die Bezeichnung "unbehandelt" sagt nämlich lediglich aus, dass keine Nachbehandlung mit Wachs oder Fungiziden stattgefunden hat, welche die Früchte haltbar machen soll. Inwieweit die Früchte während des Wachstums gespritzt wurden, geht daraus nicht hervor. Da die Bezeichnung "unbehandelt" nicht geschützt ist, kann sich der Verbraucher nicht darauf verlassen. So fanden deutsche Kontrollbehörden auch bei Früchten, die als "unbehandelt" bezeichnet waren, in 25 bis 50 Prozent aller Fälle Konservierungsmittel auf der Schale.

Waschen nicht vergessen!

Zwar schützt die dicke Schale das Obst in der Regel vor den Giftstoffen, doch beim Schälen geraten sie häufig an das Fruchtfleisch und die Hände. Deshalb gilt: Die Früchte vor dem Schälen gründlich mit lauwarmem Wasser waschen und anschließend mit Küchenkrepp trocken reiben. Danach die Hände waschen. Wer selbst Saft auspresst, sollte dabei ein Papiertuch benutzen.

Öko ist Trumpf

Allerdings lassen sich Konservierungs- und Giftstoffe auch durch Waschen nicht vollständig entfernen. Wenn Sie Schalen für Kuchen oder Cocktails mitverwenden, sollten Sie daher auf jeden Fall Bio-Ware kaufen. Die meisten konventionell erzeugten Zitrusfrüchten sind für den Verzehr von Schalen nicht geeignet. Zitrusfrüchte aus ökologischem Anbau hingegen dürfen weder mit Pflanzenschutz- noch mit Konservierungsmitteln in Kontakt kommen. Zu erkennen sind sie an einer matten Schale. Allerdings sind Bio-Früchte deutlich teuerer und müssen sorgfältig gelagert werden. Dafür hat das Bio-Obst einen angenehmen Nebeneffekt: Studien zeigen, dass Bio-Orangen bis zu einem Drittel mehr Vitamin C enthalten als konventionell erzeugte.

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