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Gemüse: Darf man Spinat und Pilze aufwärmen?

Darf man Gemüse wie Spinat aufwärmen?

10.01.2012, 09:11 Uhr | cme/ ag

Gemüse: Darf man Spinat und Pilze aufwärmen?. Spinat aufwärmen oder lieber nicht? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spinat aufwärmen oder lieber nicht? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Spinat und Pilze darf man nach dem Kochen nicht wieder aufwärmen, besagt eine alte Küchenweisheit. Der Grund: Bei längerem Stehen im Warmen können sich gefährliche Giftstoffe bilden. Seit der Erfindung des Kühlschranks ist diese Regel hinfällig - allerdings nur, wenn man ein paar Regeln beachtet. So ist es unbedingt nötig, die Essensreste nach dem Kochen schnell abzukühlen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank zu lagern. Und: Da Spinat viel Nitrat enthält, sollte man ihn für Kleinkinder nicht aufwärmen.

Aufwärmen - aber richtig

Auch für andere Speisereste gilt: Wer das Gericht am nächsten Tag wieder aufwärmen will, sollte es möglichst schnell abkühlen und anschließend im Kühlschrank lagern. Und: Die Aufwärmtemperatur sollte mehr als 65 Grad Celsius betragen. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hin. Bei niedrigeren Kochtemperaturen werden nämlich bestimmte Krankheitserreger nicht abgetötet. Dann können sich Giftstoffe bilden, die schlimmstenfalls zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Dies gilt beispielsweise für Pilze. "Pilze sind leicht verderblich. Wegen ihres hohen Wasser- und Eiweißanteils sind sie ein idealer Nährboden für Mikroorganismen", erklärt Antje Gahl, Pressesprecherin der deutschen Gesellschaft für Ernährung. Im Kühlschrank können Reste maximal 24 Stunden aufbewahrt werden.

Bakterien & Co. als Krankheitserreger

Werden die Aufwärmregeln nicht beachtet, vermehren sich die Mikro-Organismen in den Lebensmitteln und bilden Giftstoffe, so genannte Toxine, im Körper. Es kommt zu Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen. Manche Erreger können auch in die Blutbahn gelangen oder sich in den Organen ansiedeln. Einige Schimmelpilz-Gifte zählen zu den bisher bekannten stärksten Krebsauslösern. Andere schädigen die Leber und das Nervensystem. Besonders gefährdet sind kranke und ältere Menschen sowie kleine Kinder, bei denen das Immunsystem noch nicht so stark entwickelt ist wie bei Erwachsenen.

Nitrat im Spinat kann gefährlich werden

Spinat enthält von Natur aus vergleichsweise viel Nitrat. Dieser Stoff kann vor allem für Säuglinge und Kleinkinder gefährlich werden, wenn er durch Bakterien in das giftige Nitrit umgewandelt wird. Dies passiert zum Beispiel, wenn bereits zubereiteter Spinat längere Zeit bei Zimmertemperatur steht. Bei nitratreichen Gemüsesorten (Blattsalate, Spinat, Mangold, Rettich, Radieschen) empfiehlt es sich zudem, das Gemüse in der Hauptsaison zu kaufen, da es dann nitratärmer ist als Treibhausgemüse. Zudem sollten Sie Stiele und Strünke herausschneiden und das Kochwasser weg gießen. Gegarte Gemüsereste sollten schnell - am besten im Wasserbad - abgekühlt und im Kühlschrank maximal ein bis zwei Tage gelagert werden. Dieses Gemüse kann dann wieder aufgewärmt und von Erwachsenen und größeren Kindern bedenkenlos gegessen werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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