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Essen ohne Ablenkung ist gesünder

gesunde Ernährung  

Essen vor dem Bildschirm macht dick

20.12.2010, 12:05 Uhr | t-online.de, Pressetext

Essen ohne Ablenkung ist gesünder. Essen vor dem Bildschirm macht dick (Foto: imago)

Essen vor dem Bildschirm macht dick (Foto: imago)

Bei Termindruck und Arbeitsstress kommt die richtige Ernährung oft zu kurz. Wer beim Essen auf einen Monitor oder TV-Bildschirm schaut, wird nicht satt und isst mehr. Das fanden britische Forscher der Universität Bristol in einer Studie heraus.

Psychische Faktoren des Essens

Wer eine Mahlzeit vor dem Bildschirm zu sich nimmt, entwickelt kein richtiges Sättigungsgefühl, und bleibt daher länger hungrig als konzentrierte Esser. Das kann zu Herz-Kreislauf-Problemen und Gewichtszunahme führen, wenn dadurch mehr als nötig gegessen wird. Wahrnehmung und Aufmerksamkeit spielen somit beim Essen eine wichtige Rolle. Hunger und Sättigung hängen nämlich nicht nur von der Anzahl der Kalorien und dem Gehalt an Ballaststoffen ab, sondern auch die Psyche isst mit.

Kein Genuss vor dem Bildschirm

Die Wissenschaftler setzten ihren Testpersonen identische Mittagessen aus neun Zutaten vor. Die eine Hälfte konzentrierte sich nur auf das Essen. Die andere Hälfte der Probanden spielte während des Essens das Computerspiel "Solitaire". Die abgelenkten Esser fühlten sich unmittelbar danach weniger satt als die andere Gruppe. In der folgenden halben Stunde nach dem Mittagessen forderten sie doppelt so viele Snacks wie ihre "konzentrierten" Kollegen. Auch an Details des Essens konnten sie sich schlechter erinnern. "Wer nebenbei isst, konzentriert sich schlechter auf seine Mahlzeit, und kann diese nicht genießen", erklärt der Ernährungspsychologe Christoph Klotter aus Fulda.

Essen in Gesellschaft ist gesünder

Durch den gesellschaftlichen Wandel haben sich die Essgewohnheiten der Menschen deutlich verschlechtert. Früher waren Frühstück, Mittag- und Abendessen feste familiäre Termine. Heute wird wegen Termindruck oft in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit gegessen. Laut Christoph Klotter schützen feste Essenszeiten in Gesellschaft vor beiläufigem Naschen. Ein Kulturenvergleich bestätige dies. "Spanier haben keine kürzere Lebenserwartung als Deutsche, obwohl sie vergleichsweise bewegungsfaul sind. Und Franzosen sterben nicht häufiger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, obwohl sie sich viel cholesterinreicher ernähren als wir". Als Grund nennt der Ernährungspsychologe die ausgeprägtere Esskultur der Mittelmeer-Länder. Feste Termine und Essen in Gesellschaft seien wichtig für eine bessere Ernährung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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