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Fast Food ist doppelt schädlich: Oft sind Weichmacher enthalten

Weichmacher im Burger  

Fast Food macht nicht nur fett

15.04.2016, 10:52 Uhr | ag

Fast Food ist doppelt schädlich: Oft sind Weichmacher enthalten. Fast Food ist nicht nur wegen seines hohen Fettanteils für den Körper gefährlich.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fast Food ist nicht nur wegen seines hohen Fettanteils für den Körper gefährlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass der Konsum von Pizza, Burgern und Co. der Gesundheit schadet und das Hüftgold wachsen lässt, ist bekannt. Was viele jedoch nicht wissen: Wer viel Fast Food verzehrt, nimmt auch gefährliche Weichmacher (Phthalate) zu sich.

Das ergab eine aktuelle Studie der George-Washington-Universität, an der 8877 Personen teilnahmen.

Bei Fast Food-Fans fanden die Wissenschaftler bis zu 40 Prozent mehr Weichmacher-Anteile im Urin als bei denjenigen Probanden, die mindestens einen Tag lang auf Junk Food verzichtet hatten.

Gefährliche Umweltchemikalien in Burger und Co.

Schuld daran sind zum einen die beschichteten Verpackungen und Plastikfolien, in denen die Fertigprodukte aufbewahrt werden, zum anderen aber auch Kunststoffutensilien, die bei der Verarbeitung eingesetzt werden.

Kunststoffe enthalten einen hohen Anteil an so genannten Phthalaten. Das sind Chemikalie, die Plastik weich, biegsam und dehnbar machen. Über die Haut, den Mund oder die Lunge können sie in den Körper gelangen und sich dort anreichern. Viele der Stoffe sind laut Umweltbundesamt krebserregend, können das Erbgut verändern oder die Fortpflanzungsfähigkeit vermindern.

Mehr Fast Food, mehr Phtalate im Körper

In ihrer Studie fanden Amo Zota und ihre Kollegen von der George-Washington-University heraus, dass mit zunehmendem Verzehr von Fast Food der Anteil der Weichmacher Diethylhexylphthalat (DEHP) und Diisononylphthalat (DINP) im Urin Anstieg.

Am deutlichsten zeigte sich das bei DINP. Der Anteil dieses Phthalats war bei Liebhabern von Hamburgern und Pommes um 40 Prozent höher als bei Abstinenzlern. Beim DEHP-Anteil waren es immerhin auch 23,8 Prozent mehr. 

"Unsere Ergebnisse sind besorgniserregend, weil gerade die Phthalate mit einer Reihe von ernsten Gesundheitsproblemen bei Kindern und Erwachsenen verbunden sind", sagt Studienleiterin Zota.

Auch Fertiggerichte und fette Saucen sind betroffen 

Doch nicht nur Fast Food, auch Fertiggerichte und fetthaltige Saucen können die Phtalat-Belastung erhöhen.  

Im Vergleich zu loser, unverarbeiteter Ware weisen fetthaltige Würzsoßen wie Mayonnaise und ölhaltige Fertigprodukte wie Gemüse und Fisch aus Gläsern und ölhaltigen Konserven wesentlich höhere DEHP-Werte auf. Das zeigen frühere Studien. Um Weichmacher zu vermeiden sollte man darauf achten, die Mahlzeiten möglichst mit frischen Zutaten zuzubereiten. 

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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