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Nach dem Verzehr von Bananen besser Hände waschen

Nichts für unterwegs  

Darum sollten Sie sich nach dem Verzehr von Bananen die Hände waschen

22.11.2018, 06:48 Uhr | az, cch, t-online.de

Nach dem Verzehr von Bananen besser Hände waschen. Hände weg? Wer konventionellen Bananen aus dem Supermarkt kauft, sollte auf Hygiene achten – die Schale könnte mit Pestiziden belastet sein. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Asvolas)

Hände weg? Wer konventionelle Bananen aus dem Supermarkt kauft, sollte auf Hygiene achten – die Schale könnte mit Pestiziden belastet sein. (Quelle: Asvolas/Thinkstock by Getty-Images)

So schön praktisch für unterwegs: Die Banane ist eine der beliebtesten Obstsorten der Deutschen. Doch der Verzehr ist problematischer als man denkt. Warum man sich danach die Hände waschen sollte, erklären wir Ihnen hier.

Gelb, süß und lecker – die Deutschen lieben Bananen. Doch durch konventionellen Anbau gelangen oft Pestizidrückstände an und in das Obst, die als krebsverdächtig eingestuft sind, wie Studien immer wieder zeigen. Bananen gelten als regelrechte "Pestizid-Weltmeister". In einer Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" erhielten von 22 Marken eine die Note "befriedigend", vier ein "ausreichend", zwei ein "mangelhaft" und drei ein "ungenügend".

Die Gifte können auch ins Fruchtfleisch eindringen

"Öko-Test" geht davon aus, dass sich ein großer Anteil von dem Antipilzmittel Imazalil und dem Insektenvernichtungsmittel Bifenthrin auf der Bananenschale befindet. Analysen von Überwachungsbehörden hätten zudem gezeigt, dass auch das Fruchtfleisch nicht frei von chemisch-synthetischen Giften ist.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommen die Tester der Verbraucherschutzsendung "Kassensturz" des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). In den Laboruntersuchungen konnten die Fungizide Azoxystrobin, Thiabendazol oder Myclobutanyl nachgewiesen werden – einige davon dringen durch die Schale auch in das essbare Innere ein.

Laut der Zeitschrift "Öko-Test" waren Bananen von Penny, Rewe, Netto Marken-Discount und Kaufland besonders belastet. (Quelle: imago/Belga)Laut der Zeitschrift "Öko-Test" waren Bananen von Penny, Rewe, Netto Marken-Discount und Kaufland besonders belastet. (Quelle: Belga/imago)

Besser nicht anfassen – oder Hände waschen

"Öko-Test" rät aus diesen Gründen, Bio-Bananen zu kaufen – am besten in Kombination mit Fairtrade. Die zwölf Bio-Bananen im Test erhielten jeweils die Note "sehr gut" oder "gut". Wer dennoch zu konventionellen Bananen greifen möchte, sollte sich nach dem Schälen vorsorglich die Hände waschen, damit die Gifte nicht auf der Haut verbleiben oder auf die Kleidung übertragen werden. Kinder sollten Bananen aus dem herkömmlichen Supermarkt oder Discounter am besten gar nicht in die Hände bekommen, sondern nach Meinung der Tester nur geschält erhalten.

So gefährlich ist der Bananenanbau

Bananen aus konventionellem Anbau können nicht nur ein Gesundheitsrisiko für uns darstellen, sondern vor allem für die Arbeiter in den Plantagen, die den Giften direkt ausgesetzt sind. Dies belegt eine Studie der Organisation "ÄrztInnen für gesunde Umwelt" (AEGU) von 2016. Umweltmediziner Dr. Hans-Peter Hutter und sein Team verglichen Arbeiter auf konventionellen und ökologischen Bananenplantagen in Ecuador auf Zellveränderungen.

Mit deutlichen Ergebnissen: Von acht typischen Kernanomalien, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko hindeuten, waren bei Arbeitern im konventionellen Anbau alle deutlich erhöht – teilweise um bis zu 155 Prozent. Damit haben diese Arbeiter ein vielfach höheres Risiko, an Krebsarten wie etwa Leukämie zu erkranken, als Arbeiter im ökologischen Landbau.

"Pestizide dürfen Aldi, Edeka, Lidl und Rewe nicht egal sein"

"Die Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter wird durch krebserregende Pestizide systematisch aufs Spiel gesetzt. Die gesamte Branche muss umdenken. Hochgiftige Pestizide, die Menschenleben gefährden, dürfen Aldi, Edeka, Lidl und Rewe nicht egal sein", sagt Frank Braßel, Leiter der "Make Fruit Fair!"-Kampagne der Hilfsorganisation Oxfam, in einer Mitteilung.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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