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Sporternährung: Was taugen Eiweiß-Drinks?

Fitness  

Was taugen Eiweiß-Drinks?

31.10.2007, 13:42 Uhr | sum

Ob Eiweiß-Shakes, Power-Riegel oder Nahrungsergänzungsmittel - manche Sportler greifen tief in die Tasche, um ihre Muskeln rasch aufzubauen oder einfach die Leistungsfähigkeit zu steigern. Das neuartigste Produkt im Bereich "Sporternährung" ist jetzt beim Innovation Award auf der Fitnessmesse FIBO 2007 in Essen ausgezeichnet worden. Dabei hat der Nährstoffkomplex VASO NO-X des Herstellers LSP Sporternährung das Rennen gemacht. Die Jury unter der Leitung des TÜV Rheinland hat sich für dieses Produkt entschieden, da es natürliche Wirkstoffe wie Rotwein-, Grüntee- und Granatapfelextrakte enthält, die die Gefäße von Sportlern erweitern. Dadurch soll sich die Leistungsfähigkeit erhöhen. Das Ergänzungsmittel ist sowohl für Freizeit- als auch für Leistungssportler gedacht. Doch brauchen Hobbysportler überhaupt eine spezielle Ernährung?

Fitness-Mythen Richtig oder falsch?

Produkte verteuern das Leben

Ernährungsberaterin Heidi Schworm von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zeigt sich äußerst skeptisch. "Für Freizeitsportler sind spezielle Ernährungsprodukte völlig unnötig", sagt Schworm. Bei den Extrakten, die das auf der FIBO ausgezeichnete Produkt enthält, handele es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die auch in Getreide und Gemüse vorkommen. Auch die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren könnten Sportler über Fisch und Pflanzenöl aufnehmen. Da viele Fitnessdrinks sättigen und den Appetit zügeln, besteht laut der Expertin die Gefahr, dass Hobbysportler eine ausgewogene und gesunde Ernährung vernachlässigen. Ein weiterer Punkt: Die Pillen, Pulver und Riegel haben ihren Preis. "Nahrungsergänzungsmittel verteuern unnötig das Leben", sagt Schworm. So kostet zum Beispiel im Internet eine 200 Gramm Dose eines Muskelaufbaupräparats mehr als 45 Euro.

Zu viel Eiweiß kann schaden

Auch spezielle Getränke, die die Leistungsfähigkeit steigern sollen, gehen ins Geld. Anstelle von Eiweiß-Shakes oder isotonischen Sportgetränken - die aufgrund ihrer Blut ähnlichen Teilchenkonzentration angeblich besonders schnell vom Körper aufgenommen werden - empfiehlt die Ernährungsberaterin Sportlern ausreichend Mineralwasser oder Apfelsaftschorle zu trinken. Wasser versorgt den Körper mit Magnesium und in der Schorle steckt Kalium, das beim Training ausgeschwitzt wird. Eine erhöhte Protein-Aufnahme ist sogar gefährlich, da ein Zuviel an Einweiß die Nieren langfristig schädigen kann, so die Expertin. Die benötigte Menge an Proteinen könne ein Freizeitsportler auch aufnehmen, indem er Milch trinkt oder Joghurt isst. Wer die fettarme Variante wählt, ernährt sich dazu noch kalorienarm.

Mineralwasser Täglich Mineralien schlürfen

Leistungssportler brauchen Ergänzungsmittel

Schworm rät ebenso von speziellen Vitaminpillen ab. Oftmals enthält eine Pille bereits den kompletten Tagesbedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Es ist jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass eine erhöhte Aufnahme vermeintlich gesunder Vitamine dem Körper eher schadet. Wie Wissenschaftler von der Universität Kopenhagen herausfanden, könnten die Vitamine A und E sowie Betakarotin sogar die Lebenserwartung verkürzen. Einen wirklich erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen haben im Fitnessbereich nur Leistungssportler. Da deren Energieverbrauch stark erhöht ist, nehmen sie spezielle Sportlernahrung zu sich. Die Ernährung wird allerdings von Experten überwacht und ihrem Trainingsplan entsprechend angepasst.

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