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"Die 77 größten Fitness-Irrtümer": Das sollten Sie wissen

Fitness-Irrtümer  

Nordic Walking ist kein Seniorensport

05.09.2011, 10:26 Uhr | akl

"Die 77 größten Fitness-Irrtümer": Das sollten Sie wissen. Gelenkschonend ist Nordic Walking nicht. (Quelle: imago images)

Gelenkschonend ist Nordic Walking nicht. (Quelle: imago images)

Man hört es oft: Nordic Walking ist gut für die Gelenke, die Fettverbrennung beginnt angeblich erst nach 30 Minuten und Sport lässt Cellulitis verschwinden. Doch was ist dran an diesen Behauptungen? Dr. Michael Prang, Arzt und Medizinjournalist, klärt in seinem Buch über "Die 77 größten Fitness-Irrtümer" (C.H.Beck, 9,95 Euro) auf - zehn Irrtümer lesen Sie hier.

Nordic Walking schont nicht die Gelenke

Nordic Walking wird gerne als sanfte Sportart für jedes Alter beworben. Doch in Wirklichkeit werden bei dem Sport die Gelenke stark beansprucht, schreibt Prang in seinem Buch. Nordic Walking, das ursprünglich für das Training von Profi-Langläufern entwickelt wurde, sei ein anspruchsvoller Sport, der eine erhebliche Belastung für den Körper bedeuten könne. Dem Medizinjournalisten zufolge liegt das daran, dass bei technisch korrekt ausgeführtem Nordic Walking zwei Drittel der gesamten Muskulatur genutzt werden. Zudem werden durch die überdurchschnittlich große Schrittlänge die Gelenke stark beansprucht. "Nordic Walking ist in Summe der dabei auftretenden Kräfte für die Gelenke härter als Joggen", sagt Prang.

Die Fettverbrennung beginnt beim ersten Schritt

Die Behauptung, dass die Fettverbrennung erst nach 30 Minuten eintritt, verweist Prang ebenfalls ins Reich der Mythen. Der Körper verbrenne permanent Fett für die Energiegewinnung, auch wenn man faul auf dem Sofa liege. Laut Prang verbrennt der Körper beim Sport vom ersten Schritt an Fett und Glukose. "Während sich die Glukosespeicher bei länger andauerndem Sport aber nach und nach leeren, steigt als Ausgleich die Fettverbrennung immer weiter an. Nach 20 bis 30 Minuten läuft die Fettverbrennung dann auf vollen Touren", schreibt Prang.

Sport verhindert keine Cellulitis

Frauen erhoffen sich vom Sport oft, dass ihre Cellulitis verschwindet. Schön wär´s, aber die Wahrheit ist etwas komplizierter. Laut Prang kann das beste Fitnessprogramm die unschönen Dellen nicht verhindern. Cellulitis entstehe durch den speziellen Aufbau der weiblichen Haut, die sehr elastisch sei. Nimmt also die Größe der Fettzellen zu, können sich diese durch die parallel liegenden Kollagenfasern drücken. "Cellulitis besteht demnach aus vergrößerten Fettzellen, die sich von der Unterhaut in die Oberhaut vorgeschoben haben", sagt Prang. Was helfe, sei Übergewicht abzubauen sowie das Bindegewebe und die Hautdurchblutung zu stärken. Sport spielt also eine Rolle bei der Gewichtsreduzierung, hilft aber nicht gezielt gegen die Dellen. Prang empfiehlt zudem Wechselduschen, Massagen und Nikotin-Verzicht.

trax.de: Alles zum Thema Fitness über richtiges Laufen, Muskelaufbau und Zirkeltraining

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