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Parkour: Der etwas andere Hindernislauf

Parkour: Der etwas andere Hindernislauf

20.01.2012, 18:26 Uhr | fo (CF)

Mülleimer, Treppengeländer, Blumenkästen - all diese Dinge eignen sich nicht als Sportgeräte? Oh, doch! Bei der aus Frankreich stammenden Sportart Parkour, müssen Athleten genau diese urbanen Hindernisse überwinden.

Wer in einer Großstadt lebt und auf der Suche nach einer abwechslungsreichen, spannenden und auch anspruchsvollen Sportart ist, für den könnte Parkour genau das Richtige sein. Vor allem Sportler, die gerne Laufen, aber das übliche Jogging-Training einfach langweilig finden, können sich beim Parkour einer echten Herausforderung stellen. Bei diesem Trendsport joggen Sie nämlich nicht einfach die Straße entlang, immer vorbei an Parkbänken, Mauern und anderen gewöhnlichen Objekten, die Läufern unterwegs so begegnen. Ein sogenannter Traceur - der Sportler, der Parkour ausübt - lässt sich nicht von Bürgersteigen oder Wanderwegen leiten, sondern sucht stets den schnellsten und effektivsten Weg durch den Dschungel der Großstadt. Dabei darf er den Hindernissen, die ihm begegnen, nicht einfach ausweichen, sondern muss Sie mit einer möglichst klugen Technik überwinden. Dazu gehört beispielsweise, über Mülleimer und Geländer zu springen, über Mauern zu klettern oder darauf zu balancieren oder sogar ganze Häuser in den urbanen Hindernislauf einzubeziehen. Für viele Traceure ist Parkour aber nicht nur ein interessanter und abwechslungsreicher Sport, sondern vielmehr eine Philosophie.

Die Ursprünge für Parkour liegen in den 1980er Jahren. In dieser Zeit begann der Franzose David Belle, der schon früh mit seinem Vater Hindernisläufe in den Wäldern der Umgebung von Paris geübt hatte, sein Training mitten in die Großstadt zu verlegen. Seine Freunde ließen sich von der neuen Idee anstecken und so entstand eine ganze Szene um den heute in Frankreich sehr beliebten Trendsport. Bei Parkour geht es zwar auch um Schnelligkeit, doch für David Belle stand dabei nicht der bloße sportliche Charakter im Vordergrund, sondern die Kreativität bei der Überwindung der Hindernisse und die Beherrschung von Körper und Geist. Daher geht es bei Parkour auch nicht darum, sich in gefährliche Situationen zu begeben, sondern sich nur den Herausforderungen zu stellen, die man auch bewältigen kann. Jeder, der Parkour ausüben möchte, muss deshalb seine eigenen Fähigkeiten sehr gut einschätzen können und Situationen, in die er sich begibt, verantwortungsbewusst beurteilen. Daher gilt ein Sportler, der sich die Überwindung eines Hindernisses nicht zutraut, auch nicht als Feigling. Trotzdem sollte jeder, der sich für Parkour interessiert, sich zuerst einmal fragen, ober er überhaupt körperlich fit genug ist, um diesen Sport auszuüben.

Intensives Training mit Verantwortungsbewusstsein

Um den Hindernislauf durch die Großstadt zu bewältigen, sind neben einer gewissen Körperbeherrschung auch viel Kraft und Ausdauer notwendig. Auch Traceure müssen ständig im Training bleiben und ihre Techniken perfektionieren. Dabei ist es nicht das Ziel, möglichst schnell möglichst viele Tricks drauf zu haben, sondern langsam effektive Fortschritte zu machen. Zum Training gehört es auch, seine Umgebung mit Respekt zu behandeln und zum Beispiel keine Sachbeschädigung zu begehen. Für die Traceure geht es darum, die Möglichkeiten ihrer Umgebung für sich nutzbar zu machen und mit ihr zusammenzuarbeiten, statt gegen sie. Da Parkour-Erfinder David Belle eher eine Kunst als einen Sport in seiner Idee sieht, hatte er auch nicht im Sinn, daraus einen Wettkampf zu machen, mittlerweile gibt es aber auch offizielle Wettbewerbe. Außerdem ist Parkour zu einem wirksamen Mittel in den Medien geworden. In vielen Kinofilmen der letzten Jahre wie James Bond - Casino Royale oder Prince of Persia wurde die Hindernislauf-Kunst bereits in spannenden Action-Szenen angewendet.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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