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Mit Slacklining die Balance halten

Mit Slacklining die Balance halten

30.03.2012, 18:15 Uhr | nm (CF)

"Slacker", so nennen sich diejenigen, die sich im Slacklining probieren. Für "Schlaffis" oder "Faulenzer" ist dieser Sport allerdings nichts. Immerhin: Der Balanceakt ist auch für Anfänger geeignet. Sie brauchen nur eine Slackline und Bäume.

Alles fing mit Langeweile an. In den 1960er-Jahren trainierten Freikletterer im Yosemite-Nationalpark in den USA bei schlechtem Wetter auf lose hängenden Absperrketten ihren Gleichgewichtssinn. Es dauerte gut zwanzig Jahre, bis zwei Kletterern der Einfall kam, für diese Übungen einfach die Kletterausrüstung zu verwenden. Geboren war das Slacklining. Weitere zwanzig Jahre später verbreitete sich der Balance-Sport auch in Europa und abseits des eigentlichen Klettersports. Seither vergeht in den Parks kaum ein Tag im Sommer, an dem kein sogenannter Slacker seine Slackline zwischen zwei Bäumen spannt. Wenn Sie das Slacklining das erste Mal beobachten, könnten Sie auf den Gedanken kommen, dass das ja alles ganz einfach wäre. Schließlich hängt das Balance-Seil meist nur wenige Zentimeter, allenfalls Meter, über dem Boden. Doch der erste Eindruck täuscht – wie so oft. Im Vergleich zu einem Stahlseil ist die Slackline tatsächlich ein "Schlaffi": Es ist nämlich nicht starr, sondern beweglich, weshalb es den Sportlern beim Slacklining einiges abverlangt, vor allem einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn. Den haben Sie nicht? Dann trainieren Sie ihn am besten beim Slacklining.

Für die ersten Versuche benötigen Sie nicht einmal viel Material. Idealerweise fragen Sie die Slacker im Park um die Ecke, ob Sie sich einmal an ihrer Slackline versuchen können. So bekommen Sie sehr schnell einen ersten Eindruck vom Schwierigkeitsgrad dieser Sportart. Wenn Sie Gefallen finden, besorgen Sie sich einfach eine eigene Slackline. Die Länge sollte so gewählt sein, dass das Seil eine Entfernung von etwa fünf bis zehn Metern überbrücken kann. Als Anfänger entscheiden Sie sich am besten für eine breite Version. Bei einer Breite von fünf Zentimetern gerät die Slackline nicht so schnell in Schwingung, da sie härter gespannt werden kann. Zwei Bäume dienen als Halt. Wenn Sie das Seil spannen, sollten Sie allerdings unbedingt einen sogenannten Baumschoner, wie beispielsweise Teppiche oder Gummimatten zwischen Seil und Baum montieren, um dessen Rinde zu schonen – andernfalls könnte sich dieser Baum nicht mehr lange zum Slacklining eignen. Für den Anfang befestigen Sie die Slackline nicht höher als 30 Zentimeter. Mit zunehmenden sportlichen Erfolgen steigt auch die Höhe beim Slacklining. Die nicht zu vermeidenden Stürze fängt ein weicher Untergrund wie beispielsweise Gras oder Sand auf. Aber seien Sie sicher, dass Sie nicht alleine sein werden. Erfahrene Slacker helfen sicher gerne mit dem einen oder anderen Tipp aus.

Slacklining-Varianten: Balancieren wie die Profis

Wenn Sie es ohne Sturz von einem ans andere Ende schaffen, haben Sie bereits viel erreicht. "Kunststücke" wie Rückwärtsgehen, Umdrehen, Knien oder Hinlegen erfordern noch mehr sportliches Geschick. Den Profis ist dies aber noch nicht genug: Sie balancieren auf sogenannten Longlines. So heißen Slacklines ab einer Länge von 20 Metern. Doch einige betreiben das Slacklining sogar auf einer Distanz von 100 Metern. Die besondere Herausforderung liegt darin, dass eine so lang gespannte Slackline sehr leicht in Schwingung gerät und sich kaum wieder ausbalancieren lässt. Nicht nur Gleichgewichtssinn, sondern auch Konzentration haben hier oberste Priorität. Doch als wenn das nicht schon genug wäre, wagen sich manche zusätzlich auch noch hoch hinaus: Sie balancieren auf Longlines über Gletscherspalten oder Felsspalten. Immerhin sind diese Sportler beim Slacklining gesichert. Sie selbst müssen gar nicht so hoch hinaus. Entspanntes Slacklining im Park hat bereits einen hohen Spaßfaktor. Außerdem kommen Sie schnell sowohl mit anderen Slackern als auch mit Neugierigen ins Gespräch. Ein Sommertag im Park, wie man ihn sich wünscht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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